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Renminbi Chinas Währung läuft Euro den Rang ab

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Japan, Russland, Brasilien, Argentinien

Grafik Länder, mit denen der Handels- und Kapitalverkehr in Renminbi abgewickelt werden kann

Interessant sei die Erweiterung des Währungsportfolios um den Renminbi vor allem für Unternehmen, „die mit Direktinvestitionen im asiatischen Wirtschaftsraum unterwegs sind, dort eigene Werke betreiben, dort einkaufen und dort auch vertreiben“, sagt Oliver Räuscher, Partner der Strategieberatung Roland Berger.

Doch nicht nur, wer etwa in China produziert, in Südkorea einkauft und in Thailand verkauft, fährt mit dem Renminbi besser als mit Dollar oder Euro. Auch in Ländern wie Japan und Russland, Brasilien und Argentinien kann jetzt in Renminbi gehandelt oder investiert werden, die Verhandlungen zur Einbeziehung Indiens laufen.

Perspektiven für das China-Geschäft
Was erwartet deutsche Unternehmer in China? Das Interesse am Kongress der WirtschaftsWoche ist groß Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
Wirtschaftsperspektiven für den Handel in China: Frank Appel sprach die Keynote Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
Chefredakteur Roland Tichy moderierte den Kongress Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
Gudrun Grosse von der IHK Köln Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
China ist einer der wichtigsten Märkte für die Deutsche Post - Konzernchef Frank Appel Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
Frank Appel und Roland Tichy (l.) im Gespräch Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche

Die Vorteile der chinesischen „Volkswährung“ (so die wörtliche Übersetzung für Renminbi, bei konkreten Summen spricht man von Yuan): Die Unternehmen verfügen damit nicht nur über eine zusätzliche Verrechnungswährung, bei der sie auf Kurssicherung verzichten können. Firmen mit gutem Kreditrating können an den Börsen von Hongkong, Singapur und London auch Anleihen in Renminbi aufnehmen und damit Investitionen finanzieren – im gesamten Renminbi-Raum.

Industrie



Noch haben sich diese Vorzüge nicht überall herumgesprochen. Um sie zu verbreiten, hat China-Experte Wu die Marco-Polo-Task-Force gegründet, benannt nach dem venezianischen China-Reisenden. Mit von der Partie sind Wus früherer Brötchengeber, das Beratungsunternehmen Arthur D. Little, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers, die auf China-Anleihen spezialisierte Anwaltskanzlei Mayer Brown, der wirtschaftswissenschaftliche Thinktank Bruegel aus Brüssel und die Bank HSBC.

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    Einige große deutsche Konzerne nutzen den Renminbi bereits als zusätzliche Verrechnungswährung. VW, Siemens, Bosch, Daimler, BMW oder Lanxess finanzieren Investitionen mit China-Bonds. „Für viele exportorientierte Unternehmen würde sich das ebenfalls anbieten, aber deren Manager haben sich bisher kaum mit dieser Alternative beschäftigt“, sagt China-Experte Wu.

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