Rüstungsindustrie Rheinmetall könnte erste Marder-Schützenpanzer in drei Wochen liefern

Die Bundeswehr soll in den kommenden Jahren massiv aufgerüstet werden. Der Rüstungskonzern Rheinmetall stellt nun erste Lieferungen in Aussicht.

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Rheinmetall will schon bald die ersten 100 Exemplare liefern. Quelle: dpa

Der Rüstungskonzern Rheinmetall kann nach Angaben seines Firmenchefs Armin Papperger erste Marder-Schützenpanzer schon bald ausliefern. „Wir könnten zum Beispiel mittelfristig insgesamt 100 Marder zur Verfügung stellen, die ersten wären in drei Wochen fertig“, sagte Papperger in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Dienstagsausgabe).

Vor vier Wochen habe Rheinmetall mit der Aufarbeitung der Panzer begonnen, obgleich es noch keinen konkreten Auftrag gebe. „Wir warten auf die Entscheidung der Bundesregierung. Aber es gibt derzeit genügend Länder, die diese Fahrzeuge haben wollen, nicht nur die Ukraine“, so Papperger.

Nach der Rede von Bundeskanzler Olaf Scholz am 27. Februar, in der dieser unter dem Eindruck des russischen Einmarsches in die Ukraine ein 100 Milliarden Euro Sondervermögen für die Bundeswehr ankündigte, habe Rheinmetall auf Anfrage des Verteidigungsministeriums eine Liste der Bestände gemeldet, sagte der Konzernchef. „Auf der Liste stehen 66 Positionen, unter anderem auch Marder und Leopard 1, die mal an die Bundeswehr ausgeliefert wurden und später von Rheinmetall zurückgekauft wurden.“ Diese Fahrzeuge würden derzeit aufbereitet.

Die Bundesregierung will inzwischen auch schwere Waffen an die Ukraine liefern. Deutschland und Tschechien arbeiten derzeit an einem Ringtausch. Dabei soll Tschechien schwere Waffen russischer Bauart an die Ukraine liefern, während es von Deutschland Hilfe beim Ersatz mit modernen westlichen Waffen bekommt. Der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala erklärte, der Ringtausch sei vorteilhaft sowohl für die Ukraine als auch für Tschechien. Dem Vernehmen nach handelt es sich etwa um die Lieferung von Panzern an die Ukraine.

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