Rüstungskonzern Rheinmetall bleibt in der Verlustzone

Schwache Rüstungsgeschäfte und Restrukturierungsaufwendungen haben Rheinmetall einen Verlust eingebrockt. Der Fehlbetrag belief sich auf 47 Millionen Euro. Dennoch hält der Vorstand an seinen Jahreszielen fest.

Rheinmetall schreibt wegen der Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 75 bis 85 Millionen Euro rote Zahlen. Quelle: dpa

Der harte Sparkurs und die Flaute in der Rüstungssparte haben Rheinmetall auch im dritten Quartal in den roten Zahlen gehalten. Nach neun Monaten standen unter dem Strich 47 Millionen Euro Verlust, wie der Konzern mitteilte. Vor einem Jahr hatte Rheinmetall in dem Zeitraum noch 93 Millionen Euro Überschuss eingefahren. Operativ war das Ergebnis (Ebit) ausgeglichen während im Vorjahr noch 170 Millionen Euro Gewinn verbucht wurden. Der Umsatz sank um sechs Prozent auf rund drei Milliarden Euro.

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Zwar lief wie bereits im zweiten Quartal die Autozulieferer-Sparte rund und warf Gewinn ab - das konnte die Verluste im Rüstungsgeschäft aber nicht vollständig auffangen. Stattdessen passte Rheinmetall seine Jahresprognose an die weiter verschobenen Kräfteverhältnisse im Konzern an.

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Während die Rüstungssparte beim operativen Gewinn vor den Kosten des aktuellen Sparprogramms 2013 nur noch das untere Ende der Spanne von 60 bis 70 Millionen Euro erreichen dürfte, ist für das Auto-Geschäft mehr drin: Diesem Zweig traut der Vorstand nun 140 bis 150 Millionen statt zuvor 140 Millionen Euro Gewinn zu. Dementsprechend hält der Vorstand an seinen im Sommer reduzierten Jahreszielen fest. Rheinmetall rechnet mit 4,7 bis 4,8 Milliarden Euro Konzernumsatz.

Weniger optimistisch reagierte die Börse: Die Aktien des Autozulieferers und Rüstungskonzerns wiesen ein Minus von 2,22 Prozent auf, nachdem der harte Sparkurs und die Flaute in der Rüstungssparte auch im dritten Quartal rote Zahlen gebracht haben.

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