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Rüstungskonzern Rheinmetall will Teile der Schweizer Ruag kaufen

Exklusiv
Rheinmetall plant weitere Zukäufe. Quelle: dpa

Der Rheinmetall-Konzern plant weitere Zukäufe. Derzeit verhandelt er mit dem Staatsunternehmen Ruag über den Kauf von Unternehmensteilen. Eine andere Übernahme ist für den Konzern allerdings nicht mehr interessant.

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Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern will sein Rüstungsgeschäft weiter ausbauen und verhandelt dabei mit dem Schweizer Staatsunternehmen Ruag über den Kauf von Unternehmensteilen. „Wir sehen uns viele Dinge an“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Armin Papperger im Gespräch mit der WirtschaftsWoche.

Konkret im Auge habe Rheinmetall bei Ruag, so Papperger, „den Bereich Munition für das Heer oder Simulationsanlagen für Gefechtsübungen.“ Darüber hinaus plane Rheinmetall weitere Zukäufe. „Ausbauen wollen wir auch die Bereiche Elektronik, Cloud-Technologie, Drohnen oder Lenkwaffen.“

Dabei stellte der Manager klar, dass er kein Interesse mehr habe an einer Übernahme des Münchner Panzerbauers Krauss-Maffei Wegmann (KMW), mit dem Rheinmetall unter anderem den Kampfpanzer Leopard und den Schützenpanzer Puma baut. „KMW war mal unser Ziel. Doch das ist kein Thema mehr.“

Außerdem begrüßte Papperger gegenüber der WirtschaftsWoche eine Beteiligung von Polen am neuen deutsch-französischen Panzerprojekt Main Ground Combat System (MGCS). „Das wäre ein echter Gewinn“, so der Manager. Zwar müssten die heutigen Partner zuerst ein Grundgerüst an Technologie festlegen. „Aber dann brauchen wir Partner, die sich beteiligen und das Produkt kaufen“, so Papperger. „Und Polen hat mit rund 1000 Fahrzeugen in Europa den größten Bedarf.“ Dabei geht der Manager davon aus, dass sich polnische Unternehmen auch an der Produktion beteiligen. „Ich bin sicher, da würde sich etwas finden.“

Mehr zum Thema: Rheinmetall-Chef Armin Papperger sieht einen Zusammenhang von Nachhaltigkeit und Sicherheit, hat keine Angst vor einer grünen Bundesregierung und erwartet Brennstoffzellen als Energiequelle in jedem Keller.

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