Scania Lkw-Hersteller geht gegen EU-Kartellrechtsstrafe vor

Lkw-Hersteller Scania will die Geldbuße der EU wegen illegaler Absprachen nicht akzeptieren. Die VW-Tochter geht in Berufung, nachdem ihr ein Bußgeld von rund 880 Millionen Euro aufgebrummt wurde.

Wegen illegaler Absprachen zu Preisen und Technologien hatte die Kommission Scania im September ein Bußgeld von rund 880 Millionen Euro aufgebrummt. Quelle: dpa

StockholmDie VW-Tochter Scania wehrt sich gegen ihre EU-Geldbuße im Zusammenhang mit einem Lkw-Kartell. Scania weise die Vorwürfe der EU-Kommission zurück und gehe in Berufung, teilte der schwedische Konzern am Dienstag mit. Wegen illegaler Absprachen zu Preisen und Technologien hatte die Kommission Scania im September ein Bußgeld von rund 880 Millionen Euro aufgebrummt.

Scania hatte die Anschuldigungen schon damals von sich gewiesen. Die anderen beschuldigten Hersteller – die Scania-Konzernschwester MAN, Daimler, Volvo, Iveco and DAF – hatten dagegen Strafzahlungen von insgesamt drei Milliarden Euro akzeptiert.

Die EU-Wettbewerbshüter werfen den Lastwagen-Herstellern vor, ab 1997 über 14 Jahre hinweg die Verkaufspreise für ihre Fahrzeuge abgesprochen zu haben. Zudem sollen sie die mit strengeren Abgasvorschriften verbundenen Kosten abgestimmt an ihre Kunden weitergegeben haben.

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