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Schienenkartell ThyssenKrupp verklagt Ex-Manager Uwe Sehlbach

ThyssenKrupp verklagt im Fall des 2011 aufgeflogenen Schienenkartells den Ex-Manager Uwe Sehlbach nun in letzter Instanz vor dem Bundesarbeitsgericht auf Zahlung von 191 Millionen Euro Schadenersatz. Das bestätigte Sehlbach-Anwalt Andreas Lotze der WirtschaftsWoche.

Eine Flagge weht vor dem Verwaltungsgebäude von ThyssenKrupp Quelle: dpa

Die genannte Summe entspricht der Kartellbuße, die ThyssenKrupp wegen abgesprochener Schienenpreise unter anderem bei Aufträgen der Deutschen Bahn zahlen musste. Sehlbach soll mit Kollegen an verbotenen Absprachen beteiligt gewesen sein.

Im Januar 2015 hatte ThyssenKrupp eine gleichlautende Klage gegen Sehlbach vor dem Landesarbeitsgericht in Düsseldorf verloren. Nun will der Konzern höchstrichterlich entschieden haben, ob er die Kartellbuße an den Ex-Manager weiterreichen darf.

Sehlbachs Anwalt vermutet, dass ThyssenKrupp durch die Klage Zahlungen von Sehlbachs Managerhaftpflichtversicherung erreichen will. „Der wahre Grund für so einen Prozess ist, an die Deckungssumme der Managerhaftungsversicherung heranzukommen. Dies dürfte bei ThyssenKrupp nicht anders sein“, sagte Lotze von der Kanzlei Aulinger aus Essen.

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