Schwache Binnennachfrage Auftragseinbruch in der Industrie

Die Nachfrage nach deutschen Industriegütern ist im November unerwartet stark zurückgegangen. Die Aufträge schrumpften um 2,4 Prozent zum Vormonat.

Europa ist nur bedingt wettbewerbsfähig
Ein Mann trägt eine griechische Flagge Quelle: dpa
ItalienAuch Italien büßt zwei Plätze ein und fällt von Rang 44 auf Rang 46. Die Studienleiter kritisieren vor allem das Finanz- und Justizsystem. Die Abgaben seien zu hoch und Verfahren viel zu langwierig und intransparent. Lediglich bei der Produktivität und mit seiner Infrastruktur liegt der Stiefelstaat im Mittelfeld. Ein wenig besser macht es ... Quelle: REUTERS
Ein Mann schwenkt eine portugiesische Flagge Quelle: AP
Stierkampf Quelle: dpa
Eine Frau hält eine Fahne mit einer französischen Flagge in der Hand Quelle: REUTERS
Das Parlamentsgebäude in Wien Quelle: dpa
Finnische Flagge Quelle: dpa
IrlandAuch Irland gelang es im vergangenen Jahr die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die Insel liegt 2014 auf Rang 15, zwei Plätze besser als noch 2013. Internationale Investoren lieben das Land, das 2010 als erstes unter den Euro-Rettungsschirm flüchten musste (Rang 4). Auch die Behörden und die Steuerpolitik wird gelobt. Die Beschäftigung (Rang 50) und der Binnenkonsum (Rang 43) bleiben hinter den Erwartungen zurück. Quelle: AP
Ein Mann schwenkt eine Flagge mit der Aufschrift Holland Quelle: AP
 Die deutsche Flagge und der Adle im Bundestages in Berlin Quelle: dpa
Schweizer Fahne Quelle: dpa

Die Nachfrage nach deutschen Industriegütern ist im November unerwartet deutlich zurückgegangen. Die Aufträge schrumpften um 2,4 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang von 0,7 Prozent gerechnet. Im Oktober hatten die Bestellungen noch um 2,9 Prozent zugelegt, im September um 1,1 Prozent.

Das Ministerium blickt dennoch optimistisch nach vorn. „Insgesamt entwickeln sich die Bestellungen in der Industrie seit Mitte des Jahres wieder leicht positiv, trotz des aktuellen Rückgangs“, hieß es. „Die Aufhellung der Stimmungsindikatoren in der Industrie zum Jahresende unterstreicht diese Einschätzung.“ Zuletzt war der Ifo-Konjunkturindex - der wichtigste Frühindikator der deutschen Wirtschaft - zweimal in Folge gestiegen.

Das BIP wird neu berechnet

„Das sieht erstmal nicht so toll aus, ist aber auch kein Beinbruch“, kommentierte Ökonom Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe in einer ersten Analyse. Nach zwei Monaten mit recht kräftigen Zuwächsen, sei so ein Rückprall normal. „Die Stimmungsindikatoren wie der Ifo signalisieren, dass die deutsche Wirtschaft auch im vierten Quartal gewachsen ist. Der Trend zeigt insgesamt weiter noch oben.“

Die Bestellungen aus dem Ausland sanken im November um 0,7 Prozent - trotz umfangreicher Großaufträge aus dem Euroraum. Die Inlandsaufträge brachen um 4,7 Prozent ein, nachdem sie im Oktober noch um 5,9 Prozent zugelegt hatten. Die Nachfrage nach Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen nahm um 3,1 Prozent ab, die nach Vorleistungen wie Chemikalien um 2,3 Prozent. Die Bestellungen von Konsumgütern kletterten hingegen um 2,6 Prozent.

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