Schwache Nachfrage MAN drosselt ab Montag die Produktion

Die Wirtschaft lahmt, es werden weniger Güter auf der Straße transportiert - und weniger Lastwagen gekauft. Wegen der geringeren Nachfrage setzt der Nutzfahrzeughersteller MAN deshalb für eine Woche die Produktion aus.

Trucker haben ihre Lieblings-Brummis gewählt
Wie 2011 hieß der Sieger bei den Fernverkehrs-Lkw Mercedes-Benz Actros. Der Actros siegte auch bei den Kippern bis 32 Tonnen.
Mercedes gewann außerdem mit dem Sprinter (Transporter/Lkw bis 3,5 Tonnen) ... Foto: Auto-Medienportal.Net/Daimler
... und dem Tourino in der Kategorie Midibusse.
Auch der Mercedes Citaro lag bei den Stadtlinienbussen vorne. Foto: Auto-Medienportal.Net/Daimler
MAN siegte zusammen mit der Tochter Neoplan in den Kategorien Transporter/Lkw bis 7,5 Tonnen (MAN TGL) ... Foto: Auto-Medienportal.Net/MAN
... und Verteiler-Lkw (MAN TGM).
In der Kategorie Überlandbusse siegt der MAN Lion’s Regio. Foto: Auto-Medienportal.Net/MAN

Seit neun Monaten in Folge geht die Nachfrage nach Lastwagen in Europa nun schon zurück - und ein Ende ist nicht in Sicht. Wenn die Wirtschaft nicht brummt, werden weniger Güter auf der Straße transportiert und weniger neue Lastwagen benötigt. Konsequenz: Im vergangenen Monat lagen die Neuzulassungen für Lkw und Transporter fast 14 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie aus den neuen Zahlen des europäische Branchenverbands Acea vom Freitag hervorgeht. Und das, obwohl der September eigentlich einer der absatzstärksten Monate im Jahr ist. Nur im Mai war der Rückgang noch stärker ausgefallen.

Angesichts der schwachen Nachfrage nach Lastwagen und Bussen drosselt nun MAN von Montag an für eine Woche die Produktion. Betroffen seien die beiden Produktionsstandorte München und Salzgitter sowie einige Verwaltungsbereiche, bekräftigte MAN-Sprecher Stefan Straub am Samstag in München. Noch offen sei, ob auch in den drei Wochen von 24. Dezember bis 11. Januar der Betrieb geschlossen bleibe. „Es gibt wohl diesbezüglich Gespräche, aber meist würden sich derlei Maßnahmen an den Schulferien orientieren, und die dauern lediglich bis zum 5. Januar“. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte darüber berichtet.

Für die rund 15.000 betroffenen Mitarbeiter des Nutzfahrzeugherstellers bedeutet der vorübergehende Produktionsstopp nach Angaben Straubs keine Gehaltseinbußen; sie müssen jedoch Urlaub und Überstunden abbauen. Kurzarbeit sei zurzeit „kein Thema“. Grund für den Zwangsurlaub der Mitarbeiter sei die schwache Konjunktur: „MAN will damit auf die schwache Nachfrage reagieren und nicht auf Halde produzieren. Wir müssen uns der Marktlage anpassen“.

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