Schwedischer Autobauer Saab steht vor dem Aus

Die Schulden sind erdrückend, chinesischer Investoren haben ihre Finanzspritzen nicht eingehalten: Dem Autohersteller Saab geht das Geld aus. Jetzt hat der Zwangsverwalter ein Ende der Sanierung beantragt.

Logo des Autoherstellers Saab: Die Insolvenz scheint unumgänglich. Quelle: dpa

StockholmDer Autohersteller Saab steht kurz vor der Insolvenz. Wie das Unternehmen im westschwedischen Trollhättan mitteilte, hat der von einem Gericht eingesetzte Zwangsverwalter Guy Lofalk den Abbruch des laufenden Sanierungsverfahrens mit Gläubigerschutz beantragt.

Lofalk hatte seit Anfang der Woche öffentlich erklärt, dass er das „Ende des Weges“ für erreicht halte, weil Saab über keine Mittel verfüge und es keine realistische Aussicht auf einen baldigen Neustart der Produktion gebe.

Saab kann in seinem Stammwerk Trollhättan seit April wegen Geldmangels und hoher Schulden keine Autos mehr produzieren. Die Zusagen potenzieller chinesischer Investoren zur Überweisung von Mitteln für fällige Lohn- und Gehaltszahlungen sind Ende November erneut nicht eingehalten worden. Das Saab-Management erklärte zur Ankündigung des Zwangsverwalters, man „erörtere weitere Schritte“ und verhandele weiter mit dem chinesischen Autounternehmen Youngman.

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