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Schweizer Rüstungsfirma Ruag-Mitarbeiter schließt angeblich Waffendeal mit Russland – und verliert seinen Job

Ein Ruag-Mitarbeiter soll illegale Waffengeschäfte mit Russland gemacht haben. Das Unternehmen spricht von einer Einzeltat – und entlässt ihn.

Die Bundesanwaltschaft führte am Donnerstag Durchsuchungen bei Ruag durch. Quelle: Reuters

ZürichEin Mitarbeiter der bundeseigenen Schweizer Rüstungsfirma Ruag soll illegale Waffengeschäfte mit der Garde des russischen Präsidenten Wladimir Putin getätigt haben. Ruag-Konzernchef Urs Breitmeier sprach am Freitag von einer Einzeltat. Der Mitarbeiter sei intern aufgeflogen, die Firma habe den Mann angezeigt.

Die Bundesanwaltschaft führte am Donnerstag Durchsuchungen bei der Ruag durch. Sie ermittelt wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Kriegsmaterialgesetz gegen den Mitarbeiter.

Breitmeier bestätigte, dass das Unternehmen von 2010 bis 2014 Munition im Wert von rund einer Million Franken an die russische Präsidentengarde geliefert habe. Seit dem Embargo 2014 sei kein Material mehr nach Russland gegangen.

Der Mitarbeiter soll aber neben seiner Tätigkeit bei Ruag privat Geschäfte in Russland gemacht haben, sowohl mit Ruag- als auch Konkurrenz-Produkten. Er soll diese Geschäfte mit dem Russland-Leiter der Bank Julius Bär getätigt haben.

Auch die Bank wusste nach eigenen Angaben nicht davon und hat den Mitarbeiter für die Dauer der Untersuchung freigestellt.

Breitmeier sprach bei der Vorlage des Konzernergebnisses. Er berichtete, dass der Gewinn im vergangenen Jahr um 22,8 Prozent auf 89 Millionen Franken eingebrochen sei. Der Umsatz stieg um 5,2 Prozent auf 1,96 Milliarden Franken.

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