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Sensorspezialist AMS verzeichnet Gewinnsprung

Der Sensorspezialist steigert Umsatz und Gewinn im Schlussquartal deutlich. Grund sind ein starkes Smartphone-Geschäft und eine hohe Nachfrage nach 3D-Sensoren.

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AMS verzeichnet Gewinnsprung Quelle: Reuters

Der mitten in der Übernahme des Münchner Lichtkonzerns Osram stehende österreichische Sensorspezialist AMS hat im Schlussquartal wegen einer guten Auftragslage einen kräftigen Gewinnsprung verbucht. Profitiert habe AMS von einem starken Smartphone-Geschäft und einer höheren Nachfrage nach 3D-Sensoren, teilte das Unternehmen aus dem steirischen Premstätten am Dienstag mit. Die Österreicher liefern die Sensorik für iPhone-Displays und die 3D-Gesichtserkennung.

Der Konzernumsatz wuchs im vierten Quartal um 38 Prozent auf 655,3 Millionen Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) legte auf 184,3 Millionen Dollar nach 141,2 Millionen Dollar zu. Unterm Strich sprang der bereinigte Gewinn auf 158,9 Millionen Dollar nach 1,6 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Im Schlussquartal 2018 hatte AMS unter einer schwächeren Nachfrage nach iPhones gelitten.

Für das Auftaktquartal 2020 dämpfte der Vorstand die Erwartungen an die Erlöse. Der Umsatz dürfte saisonbedingt in einer Bandbreite von 480 bis 520 Millionen Dollar liegen. Die Profitabilität sollte sich gegenüber dem Vorjahr aber signifikant verbessern, hieß es.

Die an der Züricher Börse gelistete AMS hat nach einem monatelangen Tauziehen rund 60 Prozent der Osram-Aktien eingesammelt und rechnet mit einem Abschluss der Transaktion bis spätestens Ende Juni. So lange könnten sich die Genehmigungen der Kartellbehörden hinziehen.

Am Montagabend gab AMS bekannt, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Osram anzustreben. Dies erfordere aber die Zustimmung einer außerordentlichen Hauptversammlung von Osram mit einer Mehrheit von mindestens 75 Prozent.

Mehr: Es wird Zeit für einen Wechsel an der Siemens-Spitze, meint Handelsblatt-Reporter Axel Höpner.

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