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Siemens Aufsichtsratsvize Steinborn warnt vor Mitarbeiterabbau

Die Siemens-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Birgit Steinborn warnt vor einem überzogenen Stellenabbau im Zuge des Konzernumbaus. Ihr Motto: „Abbau von Bürokratie ja, Abbau von Mitarbeitern nein.“

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Der Arbeitsplatz von 11.600 Siemens-Mitarbeitern ist vom Umbau betroffen. Quelle: Reuters

München Die Siemens-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Birgit Steinborn hat vor einem überzogenen Stellenabbau im Zuge des Konzernumbaus gewarnt. „Seit Jahren jagen wir von einem Abbauprogramm ins nächste“, sagte Steinborn, die künftig auch stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende ist, in einem Interview mit dem Handelsblatt (Freitagausgabe). „Ich habe es satt, dass immer wieder Personalabbau als alternativlose Lösung propagiert wird.“

Reine Kostensparprogramme lehne sie ab, ihr Motto laute: „Abbau von Bürokratie ja, Abbau von Mitarbeitern nein.“ Siemens habe vor allem ein Wachstumsproblem.

Vorstandschef Joe Kaeser hatte unter anderem die vier Sektoren und die Regionalcluster bei Siemens abgeschafft. Dadurch dürften weltweit mehrere tausend Arbeitsplätze wegfallen. Konkrete Zahlen werden voraussichtlich in den kommenden Wochen genannt. Kaeser hatte von 11.600 Mitarbeitern gesprochen, deren Arbeitsplatz vom Umbau betroffen ist. Viele von ihnen werden aber in anderer Funktion weiterarbeiten.

Steinborn forderte, Siemens müsse in Fertigungsstandorte zum Beispiel in der Windkraft investieren. „Da könnten dann auch Mitarbeiter eingesetzt werden, die anderswo nicht mehr gebraucht werden.“ Siemens benötige eine „Wertschöpfungsstrategie für Deutschland“.

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