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Siemens Insider erwarten Wiederwahl von Gerhard Cromme

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Eingespieltes Team

Deutschlands heimliche Herrscher
Ralph Wollburg Quelle: Picture-Alliance/dpa
Ann-Kristin Achleitner Quelle: dpa
Henning Kagermann Quelle: dpa
Michael Vassiliadis Quelle: AP
Michael Hoffmann-Becking Quelle: Frank Reinhold für WirtschaftsWoche
Gerhard Cromme Quelle: dpa
Manfred Schneider Quelle: Picture-Alliance/dpa

Cromme und Diekmann gelten seit Jahren als eingespieltes Team, Cromme ist bei der Allianz stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Noch etwas verbindet die beiden: Diekmann sei „von westfälischer Härte“, wenn er sich einmal für oder gegen einen Kandidaten entschieden habe, sagen Allianz-Insider. Gut für den in Vechta geborenen Westfalen Cromme, der solchen Rückhalt im Aufsichtsrat auch einfordert. Ebenfalls zu den Unterstützern Crommes zählte bisher der frühere Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, 64, der soll allerdings im Januar seinen Siemens-Aufsichtsratssitz für Nachfolger Jürgen Fitschen, 63, räumen. „Kein Kommentar“, heißt es dazu bei der Deutschen Bank wie bei der Zürich-Versicherung, wo Ackermann jetzt Verwaltungsratspräsident ist.

Heißer Anwärter

Viel ändern würde der Wechsel wohl nicht, auch Fitschen gilt als Cromme-Unterstützer. So wie E.On-Finanzchef Hans Michael Gaul, 70, der erneut in den Siemens-Aufsichtsrat einziehen dürfte und wieder als heißer Anwärter für die Leitung des Prüfungsausschuss gilt. Gaul fungierte bisher als Crommes Horchposten in dem wichtigen Prüfungsgremium. Verzichten müssen wird Cromme dagegen auf zwei weitere bisherige Gefolgsleute: Aus dem Siemens-Aufsichtsrat ausscheiden wird der Schwede und frühere MAN-Chef Hakan Samuelson, 61. Ebenfalls von Bord geht Crommes alter Weggefährte Jean-Louis Beffa, 71.

Industrie



Als früherer Vorstandschef des französischen Industriekonzerns St. Gobain hat der Franzose Cromme maßgeblich gefördert. Er wurde unter Beffa zum stellvertretenden Generaldirektor für das Deutschlandgeschäft des Konzerns, bevor er 1986 zu Krupp wechselte.

Wenn Cromme wiedergewählt wird, will er die volle Amtszeit ausüben, sagen seine Unterstützer. Selbst eine Übernahme des Krupp-Stiftungsvorsitzes, sollte dem amtierenden Amtsinhaber Beitz etwas zustoßen, werde ihn daran nicht hindern.

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