Siemens EU-Kommission äußert Bedenken an Übernahme

Der US-Kompressenhersteller Dresser-Rand soll von Siemens übernommen werden. Doch der geplante Zusammenschluss stößt bei der EU-Kommission auf Bedenken. Grund ist die Wettbewerbsfähigkeit auf den Märkten.

Ein Stopschild vor einem Siemens-Logo Quelle: dpa

Die von Siemens geplante Übernahme des US-Kompressorenherstellers Dresser-Rand stößt bei der EU-Kommission auf Bedenken. Eine erste Prüfung ergab nach Angaben der Behörde, dass sich durch den Zusammenschluss die Zahl der wichtigsten Wettbewerber auf Märkten für bestimmte Produkte von drei auf zwei verringern würde. „Dies könnte zu einer geringeren Produktvielfalt und letztlich zu höheren Preisen führen“, kommentierte die EU-Kommission. Folge ist nun eine eingehende Prüfung der geplanten Übernahme. Ein Beschluss solle bis zum 19. Juni fallen. Das Verfahren sei ergebnisoffen, betonten die Wettbewerbshüter.

Sowohl Siemens als auch Dresser-Rand produzieren unter anderem Antriebe wie zum Beispiel Gasturbinen, Industriegasturbinen, Dampfturbinen und Elektromotoren. Die Abnehmer dieser Maschinen sind hauptsächlich in der Öl- und Gaswirtschaft tätig. Siemens will mit dem 7,6 Milliarden Dollar teuren Deal (rund 6,7 Mrd Euro) eigentlich vom Fracking-Geschäft in den USA profitieren. Wegen des Ölpreisverfalls ist das Geschäft allerdings umstritten. Großer Konkurrent von Dresser-Rand und Siemens ist General Electric.

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