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Sinkender Gewinn Unschöne Weihnacht für Anlagenbauer Voith

Beim deutschen Anlagenbauer Voith sinken Umsatz und Gewinn weiter. Immerhin: Beim Auftragseingang gibt es einen leichten Hoffnungsschimmer.

Ein Mitarbeiter des Maschinenbauers Voith Quelle: dpa

Diese Zahlen wollte Vorstandschef Hubert Lienhard seinen mehr als 39.000 Mitarbeitern weltweit wohl kaum verkünden müssen. Er rechnet nach dem Umsatz- und Gewinneinbruch im vergangenen Jahr auch im neuen Geschäftsjahr noch nicht mit einer durchgreifenden Erholung seines Geschäfts.

Der Umsatz sank entgegen der Ankündigung zum 30. September 2014 um sieben Prozent auf 5,35 Milliarden Euro. Auch der Betriebsgewinn schrumpfte von 350 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 270 Millionen Euro.

Ein hoffnungsvolles Lichtlein entzündet in der Heidenheimer Konzernzentrale aber der Auftragseingang. Erstmals seit zwei Jahren steigt die Nachfrage nach Anlagen und Dienstleistungen des Familienunternehmens. Order über insgesamt 5,58 Milliarden Euro (7 Prozent plus) sollen ausgeführt werden, die sich aber erst im übernächsten Jahr in den Bilanzen wiederfinden werden. Deshalb hält Lienhard den Ball flach: Für die 2014/15 prognostiziert er stagnierende Umsätze und Aufträge.

Am laufenden Sparprogramm des fast 150 Jahre alten Konzerns hält Voith fest. Bis 2017 sollen 250 Millionen Euro eingespart werden – pro Jahr. Das trifft vor allem die schwächelnde Sparte Voith Paper und die Verwaltung.

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Etwas mehr als zwei Jahre Sparprogramm, nämlich 550 Millionen Euro, investiert Voith gerade in die Übernahme der Sperrminorität beim Augsburger Roboterhersteller Kuka. Die 25,1 Prozent der Kuka-Anteile deklarieren die Heidenheimer als Strategisches Investment um beim Thema "Industrie 4.0", der stärkeren Automatisierung und Vernetzung von Anlagen und Maschinen, besser aufgestellt zu sein. Roboter seien die Schlüsselkomponente für den digitalen Megatrend, so Voith. Die Anteile stammen überwiegend vom Kuka-Großaktionär Grenzebach, der damit nach sechs Jahren aus dem Unternehmen aussteigt.

Vor wenigen Tagen verkündete die Ratingagentur Moody’s leicht skeptisch, sich die neuen Voith-Zahlen und die Finanzierung des Kuka-Deals näher anzuschauen. Voith ist mit Baa2 bewertet, was einer durchschnittlichen Anlagequalität entspricht.

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