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So aufregend wie ein Schluck Wasser Gepflegte Langeweile bei ThyssenKrupp

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Minute 209: Ekkehard Schulz


Das sind die wunden Punkte von ThyssenKrupp
Ein Stahlarbeiter im ThyssenKrupp-Werk in Bochum steht vor einem glühenden Stahlcoil Quelle: dpa
Gerhard Cromme, Aufsichtsratsvorsitzender von ThyssenKrupp Quelle: dpa
Unter Cromme als Vorsitzendem des Prüfungsausschusses im Siemens-Aufsichtsrat bis 2007 fließen in dem Konzern Schmiergelder von 1,3 Milliarden Euro an Auftragsnehmer. Quelle: dpa
Berthold Beitz (99), Vorsitzender der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, lauscht in der Villa Hügel der Rede von Ministerpräsident Sellering (SPD). Quelle: dpa
Der Ex-Vorstandsvorsitzende Ekkehard Schulz, rechts, und der Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme Quelle: AP
Zuege stehen vor dem Hauptbahnhof in Frankfurt am Main Quelle: dapd
Der Formel-1 Fahrer Sebastian Vettel fährt am 17.04.2010 in Shanghai während eines Formel-1 Rennens an einer Zuschauertribüne vorbei. Quelle: dpa

Der Name Ekkehard Schulz, Hütteningenieur und früherer Vorstandschef, fällt zum ersten Mal in der 209. Minute der Hauptversammlung, in der 85. Minute wird zum ersten Mal der Name Cromme erwähnt. Dass bei der letzten Hauptversammlung dieser Cromme unter starken Beschuss, dessen Ablösung als Versammlungsvorsitzender gefordert wurde, dass Ekkehard Schulz damals als Sündenbock an den Pranger gestellt wurde, alles Geschichte, alles vergessen. Nicht einmal eine Schweigeminute wird für den verstorbenen Berthold Beitz eingelegt.

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Auf dessen Platz auf dem Podium sitzt nun René Obermann. Er ist offenbar eine herausgehobene Figur im Kontrollgremium des Ulrich Lehner. Der Aufsichtsratschef gibt am Freitag den abgeklärten Gentleman, der nichts mehr erschüttern kann. „Die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden bei ThyssenKrupp stand nicht auf meinem Weihnachts-Wunschzettel“, frozzelt er. Auf die Frage eines Aktionärs, wie er denn die Vorstände aussucht, antwortet der frühere Henkel-Chef: „Die hängen ja nicht in den Bäumen“. Und vollends zum humorigen Stelldichein wird die Aktionärsversammlung, als Lehner die Aktionäre auffordert, mehr Fragen zu stellen. „Die linke Seite im Saal stellt heute keine Fragen, nur die rechte“, ermuntert er den Wettbewerbssinn der Fragesteller.

Kann es dann noch verwundern, wenn Lehner auf die aufgebrachte Frage eines Kleinaktionärs seelenruhig bemerkt: „Die Frage habe ich dem Vorstand auch schon gestellt, leider habe ich die Antwort vergessen, aber die kommt ja gleich“. Die Krise bei Krupp scheint die Abgeklärtheit der Führungskaste befördert zu haben. Schlimmer kann es ja nicht kommen, da wollen wir uns wenigstens die Stimmung nicht vermiesen lassen, scheint die Devise zu sein.

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