Solarsparte Bosch verschiebt Baustart in Malaysia

Bosch hat seine Pläne für eine Solar-Fabrik in Malaysia revidiert. Der Konzern leidet unter fallenden Modulpreisen und Überkapazitäten am Solarmarkt. Die WirtschaftsWoche hat ausführlich berichtet.

Der Industriekonzerns Bosch verschiebt den Baustart seiner Solarfabrik in Malaysia. Die WirtschaftsWoche hat bereits im Januar ausführlich über Boschs schwer nachvollziehbares Engagement in den Krisenmarkt berichtet. Quelle: dpa

Der stellvertretende Bosch-Chef Siegfried Dais sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, der Baustart werde verschoben. „Wenn man zu früh investiert, läuft man Gefahr, sich womöglich auf einen weniger vorteilhaften Technologiepfad festzulegen.“. Es werde wohl bis Ende des Jahres dauern, bis die Entscheidung falle, entsprechend werde sich der Baubeginn verschieben. Grundsätzlich halte Bosch am Engagement in der Solarbranche fest.

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Das Stiftungsunternehmen Bosch gibt für einzelne Geschäftsfelder zwar keine Zahlen bekannt. Dais gab jedoch zu gab zu, dass das 2009 formulierte Ziel, im Jahr 2011 mit dem Geschäftsfeld Photovoltaik eine Milliarde Umsatz zu erzielen nicht erreicht worden sei. Der Umsatz von Bosch Solar seit von 880 auf 800 Millionen gesunken. Dais sagte der Zeitung: "Wir setzen alles daran, die Kosten für die Herstellung monokristalliner Zellen zu senken."

Starke Konkurrenz aus China

Nach einer Konsolidierungsphase werde es in fünf Jahren noch 20 große Anbieter geben: „Wo wir in der Rangliste stehen werden, kann ich nicht voraussagen, aber auf alle Fälle wollen wir zu denen gehören, die Gewinne erzielen.“ Bosch hat bisher nicht viel Freude an seiner mit großen Zukäufen aufgebauten Solartechnik-Sparte gehabt. Wegen des durch Konkurrenz aus China forcierten Preisverfalls bei Solarmodulen schrieb der Stuttgarter Konzern allein im vergangenen Jahr rund eine halbe Milliarde Euro auf die kleine Sparte ab.

Bereits 2009 hatte Bosch den Unternehmenswert der mit Übernahmen von Solarpionieren wie Ersol, Aleo und Voltwerk zusammengekauften Geschäftssparte Solartechnik um mehr als 400 Millionen Euro reduzieren müssen.

Die WirtschaftsWoche hatte im Januar ausführlich über das Solarengagement des Stuttgarter Konzerns berichtet:

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