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Sparkurs in Rüsselsheim IG Metall kritisiert PSA – „Opel investiert zu wenig“

Unter PSA wird bei Opel kräftig gespart. Nun verlangt die IG Metall klare Investitionszusagen. Sonst werde man weiterem Stellenabbau nicht zustimmen.

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Bei Opel wehrt sich die Belegschaft gegen Sparpläne von PSA. Quelle: dpa

Die IG Metall hält die geplanten Investitionen beim Autohersteller Opel für zu gering. Die bisherigen Zusagen reichten nicht aus, um wie vereinbart die deutschen Standorte zu erhalten und die Beschäftigung zu sichern, erklärte der Chef des IG-Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, am Mittwoch nach einem Treffen mit dem Management. Einem weiteren Personalabbau werde die IG Metall nicht mehr zustimmen.

Die Gewerkschaft verlangte von dem Tochterunternehmen des französischen PSA-Konzerns weitere Investitionszusagen zu Teilbereichen an den Standorten Rüsselsheim und Kaiserslautern. Im Werk Eisenach fehle weiterhin ein zweites Modell. Die geplante Schließung des Rüsselsheimer Teilelagers müsse zurückgenommen werden. Positiv wurde gesehen, dass das Stammwerk Rüsselsheim ab 2021 mit dem zusätzlichen Modell Astra im Zweischichtsystem ausgelastet werde.

Man halte sich an die Vereinbarungen des Zukunftstarifvertrages, erklärte hingegen ein Unternehmenssprecher. So sei nach aktuellem Stand bereits mehr als die Hälfte der bis 2023 zugesagten Investitionen erfolgt beziehungsweise fest vereinbart. Diese Investitionen würden auch weiterhin erhöht. In unterausgelasteten Bereichen wie dem Teilelager suche man nach sozialverträglichen Lösungen. Eine komplette Schließung des Lagers sei nicht geplant.

Mehr: Die Gewerkschaft wirft dem Opel-Management vor, den Zukunftstarifvertrag zu verletzen. Es droht die Eskalation.

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