
München Osram ist beim Verkauf seiner Glühbirnensparte nach China einen weiteren Schritt vorangekommen. Das Bundeswirtschaftsministerium habe die entsprechende Genehmigung erteilt, sagte ein Konzernsprecher am Montag in München. Die Bundesregierung hatte zuvor den Verkauf der Sparte namens Ledvance an ein chinesisches Bieterkonsortium untersucht.
Osram rechnet nach wie vor damit, das wenig zukunftsträchtige Lampengeschäft im Laufe des Jahres an den chinesischen LED-Spezialisten MLS und die beiden Finanzinvestoren IDG und Yiwu für mehr als 400 Millionen Euro abzugeben. Damit will sich der Leuchtmittelhersteller nicht nur von seiner größten Sparte mit zuletzt rund zwei Milliarden Euro Umsatz und 12.500 Mitarbeitern trennen, sondern auch vom Geschäft mit Endkunden. Statt auf klassische Glühbirnen und Halogenlampen will sich Osram künftig auf LED-Technik und einträgliche Spezialbeleuchtung für Autos konzentrieren.