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Stahl-Zulieferer SKW Metallurgie flüchtet sich in Insolvenz

Der bayerische Stahlzulieferer SKW Metallurgie kommt nicht um die Insolvenz herum. Anteilseigner Olaf Marx soll eine anderweitige Lösung blockiert haben. Das Geschäft werde jedoch vorerst weiterlaufen.

Der Stahlzulieferer SKW Metallurgie beschäftigt bei einem Umsatz von 230 Millionen Euro rund 560 Mitarbeiter. Quelle: dpa

MünchenDer Stahlindustrie-Zulieferer SKW Metallurgie kommt im Zuge seiner Entschuldung doch nicht um eine Insolvenz herum. Der Münchner Unternehmensberater Olaf Marx habe eine Lösung außerhalb eines Insolvenzverfahrens blockiert, erklärte SKW am Mittwoch zur Begründung. Marx vertritt mehr als 20 Prozent der Anteile. SKW-Vorstand Kay Michel hatte befürchtet, dass der Großaktionär auf der Hauptversammlung gegen den vorgeschlagenen Kapitalschnitt stimmen würde und ihn damit platzen ließe. Die geplante Übernahme durch den US-Investor Speyside Capital will er dennoch umsetzen - nun aber über einen Insolvenzplan. Das Geschäft soll weiterlaufen, die operativen Töchter sollen aus der Insolvenz herausgehalten werden.

Speyside hat den Gläubigerbanken von SKW - allen voran der Commerzbank und der NordLB - Kredite über 74 Millionen Euro abgekauft und wollte einen Teil davon in SKW-Aktien tauschen. Damit wäre Speyside auf 95 Prozent gekommen, die übrigen Aktionäre sollten sich nach dem Vorschlag mit fünf Prozent begnügen. In der Insolvenz gingen sie voraussichtlich völlig leer aus, erklärte Michel. Die SKW-Aktie stürzte um 34 Prozent auf 82 Cent ab.

Speyside ist bereits Eigner von Opta Minerals, dem größten Konkurrenten von SKW in der Entschwefelung in den USA. SKW Metallurgie kommt mit 560 Mitarbeitern auf einen Umsatz von 230 Millionen Euro.

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