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Stahlkonzern Krise der Auto- und Luftfahrtbranche bremst Voestalpine

Die Coronakrise bringt dem Stahlkonzern weniger Nachfrage. Voestalpine muss die Kurzarbeit verlängern – und ein Werk in Osteuropa schließen.

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In Österreich wird der Konzern für beinahe die Hälfte der 22.000 Mitarbeiter die Kurzarbeit um drei Monate verlängern. Quelle: Imago

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine stellt sich aufgrund der schwächelnden Nachfrage großer Kundengruppen auf einen „herausfordernden Herbst“ ein. „Stahl, Öl und Gas, Auto sind nach wie vor schwierig“, sagte Konzernchef Herbert Eibensteiner zum Magazin „trend“ laut einem Vorabbericht. Anfang des Monats war das Unternehmen noch von einer Verbesserung der Gesamtwirtschaft nach dem Sommer ausgegangen.

Aufgrund der Krise der Automobilindustrie, die von Voestalpine unter anderem mit Karosserieteilen und Blechen beliefert wird, müsse das Unternehmen ein kleineres Werk in Rumänien mit 180 Mitarbeitern schließen.

In Österreich werde für beinahe die Hälfte der 22.000 Mitarbeiter die Kurzarbeit um drei Monate verlängert. Beim Aerospace-Werk in Kapfenberg, wo hochwertige Bauteile für die Luftfahrtindustrie erzeugt werden, seien auch Kündigungen möglich, sagte der Manager. „Bereiche, die gut laufen, wie etwa die Bahninfrastruktur, gehen dagegen jetzt teilweise aus der Kurzarbeit raus“.

Darüber hinaus fürchtet der Vorstandschef Störungen bei der Rohstoffversorgung. Nach der Schließung einer Eisenerzmine des brasilianischen Bergbauunternehmens Vale gebe es „am Markt eine gewisse Sorge, dass es dort zu Lieferschwierigkeiten bei Eisenerz kommt“, sagte Eibensteiner. Das könnte auch das US-Werk der Voestalpine in Corpus Christi betreffen.

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