Stellenabbau bei Siemens Mitarbeiter fürchten um Tausende Jobs

Die Arbeitnehmer der Siemens-Energietechnik schlagen Alarm: Deutschlandweit seien Tausende Arbeitsplätze gefährdet, erklärten IG Metall und der Betriebsrat des Berliner Standorts am Mittwoch.

Aktionäre gehen an Siemens-Fahnen vorbei zur Siemens-Hauptversammlung in München. Quelle: dpa

Nach Angaben der Arbeitnehmervertreter tagt der Konzernaufsichtsrat am 6. Mai in Berlin und will dort den Umbau des Segments "Power und Gas" unter dem Titel "Transformationsprogramm PG 2020" beschließen.

Ein Siemens-Sprecher sagte dazu, der Konzern sei dabei, sich auf die schwierigen Marktbedingungen einzustellen und werde über mögliche Schritte zunächst mit den Arbeitnehmervertretern sprechen.

Fujitsu streicht 400 Jobs
Fujitsu Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu will einem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland 400 bis 500 Arbeitsplätze abbauen. Eine endgültige Entscheidung solle nach Verhandlungen mit den Beschäftigten fallen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei". Insgesamt beschäftigt der Konzern hierzulande 12.000 Menschen. Die Stellenstreichungen beträfen hauptsächlich Entwicklung und Informationstechnik. Bereits am Dienstag hatte der Konzern bekanntgegeben, in Großbritannien 1800 Jobs zu streichen. Das entspricht 18 Prozent der Belegschaft dort. Insidern zufolge könnte sich Fujitsu künftig auf IT-Dienstleistungen konzentrieren. Mit dem weltgrößten Computer-Hersteller Lenovo verhandelt das Unternehmen offenbar über einen Verkauf des PC-Geschäfts von Fujitsu. Quelle: REUTERS
Lufthansa Technik Quelle: dpa
DAK Gesundheit Quelle: dpa
EnBWDer Energieversorger baut weiter Stellen ab: Die Energie Baden-Württemberg werde sich aus dem Strom- und Gasvertrieb an Großkunden der Industrie zurückziehen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Davon seien 400 Beschäftigte betroffen, denen ein Aufhebungsvertrag oder ein alternativer Arbeitsplatz im Konzern angeboten werde. Auch im Privatkundengeschäft, der Energieerzeugung und der Verwaltung steht demnach Stellenabbau bevor, der noch nicht beziffert wurde. In den vergangenen zwei Jahren waren bereits rund 1650 Stellen weggefallen. Quelle: dpa
Intel Quelle: REUTERS
Nokia Quelle: dpa
Der IT-Konzern IBM plant in Deutschland offenbar einen massiven Stellenabbau Quelle: dpa

"Wir Betriebsräte fordern, dass es keine weiteren Einschnitte in die Fertigungs- und Ingenieurskompetenz an den deutschen Standorten geben darf", erklärten die Arbeitnehmervertreter der elf deutschen P&G-Standorte in einem am Mittwoch veröffentlichten Papier.

"Kurzfristige Prognosen und Betrachtungen dürfen nicht zu einer deutschlandfernen oder dezentralen Geschäftsausrichtung verleiten", verlangten die Betriebsräte von Energie-Vorstand Lisa Davis in den USA und dem Konzernaufsichtsrat.

Der Abbau von 1200 Jobs in der Energietechnik ist bei Siemens bereits beschlossene Sache. Zuletzt gab es Berichte, Siemens-Chef Joe Kaeser werde erneut Tausende Stellen im Energiebereich streichen.

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Der Münchener Konzern ringe schwer mit anhaltenden Problemen in dem Segment, hatte es im März in der Unternehmensführung geheißen. Siemens ist zuletzt vor allem bei der Effizienz von Gasturbinen im Rennen mit Konkurrenten wie GE oder Mitsubishi ins Hintertreffen geraten.

Im Mai werde Siemens bekannt geben, was mit den Geschäftsbereichen geschehen soll, die keinen Gewinn abwerfen, hatte ein hochrangiger Konzernmanager jüngst gesagt.

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