Streit um Bildrechte Philip Morris will Fotografen der Marlboro-Kampagne verklagen

Exklusiv

Philip Morris will den deutschen Fotografen Dieter Blum verklagen, der zwischen 1992 und 2004 die Marlboro-Kampagne des Tabakkonzerns fotografiert hat.

New York 1996 mit Marlboro-Werbung Quelle: AP

Blum hatte mehrere Abzüge der Fotos an befreundete Künstler wie den 2007 verstorbenen Maler und Bildhauer Jörg Immendorff verschenkt. Zwei Abzüge tauchten 2007 und 2008 bei Auktionen in Berlin und London auf. Die Fotografie „Rauchender Mann“ kam beim Auktionshaus Grisebach in Berlin zum Rekordpreis von 96.390 Euro unter den Hammer, das Bild „Tasting Freedom 5“ bei Christies in London für 21.250 Pfund (rund 25.900 Euro).

Philip Morris fordert nun von Blum die Herausgabe der Auktionserlöse. „Dabei habe ich die Fotografien verschenkt“, erklärte der Fotograf gegenüber der WirtschaftsWoche. Allerdings floss ein Teil der Einnahmen in die Dieter Blum Cowboy Foundation im US-Bundesstaat Utah, die sich um arbeitslose Cowboys kümmert. Wer der Freund ist, um dessen Abzüge es sich handelt, will Blum nicht sagen. Kompliziert macht den Fall auch, dass die Werbeagentur von Philip Morris dem Fotografen erlaubte, die Bilder für Ausstellungen und Publikationen wie sein Buch „Cowboys“ zu verwenden.

Nachtrag: Die Klage gegen Herrn Blum wurde nicht eingereicht. Seit Februar 2014 ist die Angelegenheit erledigt.

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