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Streit um Stahlfusion Arbeitnehmer und Thyssen-Krupp einigen sich

Bei der Stahlfusion von Thyssen-Krupp und Tata Steel sollen betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen über neun Jahre ausgeschlossen werden. Darauf haben sich Arbeitnehmer und Thyssen-Krupp geeinigt.

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Die IG Metall hatte dem Vorstand ein Ultimatum für den Abschluss der Verhandlungen mit den Arbeitnehmern bis zum 22. Dezember gestellt – nun einigten sich beide Seiten auf die Eckpunkte. Quelle: dpa

Düsseldorf Arbeitnehmer und Thyssen-Krupp haben ihren Streit um die geplante Stahlfusion mit Tata Steel entschärft. Die Einigung zwischen Arbeitnehmern und Management enthält der IG Metall zufolge weitgehende Zugeständnisse an die Arbeitnehmer.

Betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen sollen der Gewerkschaft zufolge über neun Jahre ausgeschlossen werden, wenn Thyssen-Krupp und Tata Steel ihre Stahlsparte zusammenlegen. „Das hat es auch im Stahl so noch nie gegeben“, sagte der stellvertretende Aufsichtsratschef von Thyssen-Krupp Steel Europe, Detlef Wetzel, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Gewerkschaft lasse Thyssen-Krupp zudem auch als Eigentümer nicht aus der Verantwortung: „Thyssen-Krupp wird seinen 50-Prozent-Anteil mindestens sechs Jahre halten müssen. Damit ist das Thyssen-Krupp-Management mit verantwortlich für Erfolg oder Scheitern eines möglichen Joint-Ventures.“

Die IG Metall hatte dem Vorstand ein Ultimatum für den Abschluss der Verhandlungen mit den Arbeitnehmern bis zum 22. Dezember gestellt - nun einigten sich beide Seiten auf die Eckpunkte. Die Stahlkocher von Thyssen-Krupp hatten seit Monaten gegen die Fusionspläne von Konzernchef Heinrich Hiesinger protestiert.

Die Gewerkschaft hatte ursprünglich zehn Jahre Sicherheit für die Arbeitsplätze, Standorte, Anlagen und Investitionen verlangt. „Ein Jahrzehnt Sicherheit haben wir gefordert - neun Jahre haben wir erreicht. Das ging nur, weil die Betroffenen gemeinsam mit der IG Metall so viel Druck gemacht haben“, sagte der nordrhein-westfälische IG Metall-Chef Knut Giesler. „Die Tarifkommission hat deshalb heute Abend beschlossen, dass wir den Mitgliedern die Zustimmung zum Ergebnis empfehlen werden“, betonte er.

Die mit Thyssen-Krupp vereinbarten Eckpunkte sehen der Gewerkschaft zufolge zudem vor, dass Thyssen-Krupp mindestens acht Jahre gemeinsam mit Tata das Gemeinschaftsunternehmen führen muss. Thyssen-Krupp habe sich darüber hinaus verpflichtet, mindestens 400 Millionen Euro pro Jahr in die Zukunftsfähigkeit der Standorte zu investieren.

Hiesinger will mit der Fusion den zweitgrößten Stahlkonzern Europas nach ArcelorMittal schmieden. Der Manager verweist darauf, dass der Stahlsparte ohne die nun geplante Abspaltung noch höhere Einschnitte drohten. Hiesinger will den Konzern auf das weniger konjunkturanfällige Geschäft mit Aufzügen, Autoteilen, Anlagen und U-Booten ausrichten.

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