Technologiekonzern Siemens wiederholt Windenergie-Verluste

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Siemens hat im Geschäft mit erneuerbaren Energien auch im zweiten Quartal einen Verlust erlitten. Jetzt plant der Technologiekonzern Kostensenkungen.

Windkrafträder auf einem Feld in der Nähe von Husum Quelle: dpa

Mit seinem Prestigeprojekt, dem Ausbau des Geschäfts mit erneuerbaren Energien, gerät Siemens-Chef Peter Löscher zunehmend in schweres Fahrwasser. Wenn der Technologiekonzern an diesem Mittwoch die Geschäftszahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres präsentiert, wird die Sparte erneut einen Verlust ausweisen.

Schon zwischen Oktober und Dezember mussten die Münchner bei der Herstellung von Technik zur Erzeugung erneuerbarer Energien einen Fehlbetrag von 48 Millionen Euro verbuchen. Für die Monate Januar bis März sehe es kaum besser aus, heißt es in unternehmensnahen Kreisen.

Siemensianer sehen die Ursache der Probleme in den weltweiten Überkapazitäten vor allem bei der Windkraft. Diese haben in den letzten Monaten einen Preisverfall von bis zu 30 Prozent ausgelöst. Auch die zunehmende Konkurrenz chinesischer Hersteller drücke verstärkt auf die Preise.

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Um den negativen Trend umzukehren, habe nun die Kostensenkung bei erneuerbaren Energien oberste Priorität, heißt es bei Siemens. Nach dem Ausstieg aus dem Geschäft mit der Atomenergie soll Siemens vor allem bei erneuerbaren Energien wachsen. Bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Geschäftsquartal Ende Januar hatte Siemens noch angekündigt, der Verlust solle ein einmaliger Ausrutscher bleiben.

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