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Technologiekonzern Siemens will Campus-Entscheidung am Mittwoch verkünden

Siemens will am Mittwoch verkünden, ob die Bundeshauptstadt den Zuschlag für den neuen Forschungscampus erhält. Daran hängt viel Geld und Renommee.

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Der Technologiekonzern hat seine Pläne für einen „Zukunftscampus“ am Standort Berlin-Siemensstadt bereits Ende Juli öffentlich gemacht. Quelle: dpa

Berlin Die Entscheidung über den Standort für den von Siemens geplanten Innovationscampus soll an diesem Mittwoch bekanntgegeben werden. Im Roten Rathaus in Berlin sei eine Pressekonferenz mit Siemens-Vorstandsmitglied Cedrik Neike und dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) geplant, teilte ein Siemens-Sprecher am Dienstag mit. Auch Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser werde anwesend sein.

Der Campus ist mit einer Investition von bis zu 600 Millionen Euro verbunden. Letztlich hatte der Aufsichtsrat zu entscheiden, ob Berlin direkt den Zuschlag für das Technologiezentrum bekommt oder der Standort über eine internationalen Ausschreibung bestimmt wird.

„Wir warten darauf, dass Siemens eine Entscheidung trifft“, hatte die Berliner Senatssprecherin Claudia Sünder zuvor gesagt. „Wir sind ganz selbstbewusst, dass Berlin da gut geliefert hat.“ Die Verwaltungsleute hätten innerhalb kürzester Zeit ein Paket geschnürt, das sich sehenlassen könne. „Und jetzt warten wir, wie Siemens sich dazu verhält.“

Der Technologiekonzern hatte seine Pläne für einen „Zukunftscampus“ am traditionsreichen Standort in Berlin-Siemensstadt Ende Juli öffentlich gemacht. Nach einem Konzept des Unternehmens sollten auf dem Campus Büros, Forschungslabors und Hightech-Produktionsanlagen für Start-up-Firmen untergebracht werden. Es sollten aber auch Wohnungen auf dem Gelände entstehen.

Für die Campus-Ansiedlung in Berlin hatte Siemens vom Senat Zugeständnisse verlangt, etwa beim Denkmalschutz und Baurechten auf dem Gelände, auf dem das alte Dynamowerk und das Schaltwerk stehen. Zudem müsse die Verkehrsanbindung verbessert und die Ausstattung mit Breitband-Internet sichergestellt werden, hieß es in dem Siemens-Konzept.

Nach mehreren Gesprächen verständigten sich der Senat und Siemens Anfang Oktober „auf ein erstes Konzept und ein Eckpunktepapier für den Standort Berlin“, wie beide Seiten mitteilten. Der aus Berlin stammende Neike kündigte damals an, der Vorstand werde nun „zügig“ entscheiden, ob der Innovationscampus international ausgeschrieben oder direkt an Berlin vergeben werde.

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