Thyssen-Krupp-Tata-Tarifvertrag Betriebsräte erwarten Zustimmung

Wegen der Fusion der Stahlsparte von Thyssen-Krupp und dem indischen Unternehmen Tata Steel ist ein neuer Tarifvertrag für die Beschäftigten notwendig. Die Betriebsräte der deutschen Standorte erwarten Zustimmung zu dem Entwurf.

Die Fusion der Stahlsparte mit Tata Steel erfordert einen neuen Tarifvertrag. Quelle: Reuters

DuisburgBetriebsräte und IG Metall rechnen mit grünem Licht bei der bevorstehenden Abstimmung über einen Tarifvertrag zur Fusion der Stahlsparte von Thyssen-Krupp mit dem indischen Konkurrenten Tata. „Die Resonanz ist im Großen und Ganzen positiv“, sagte der Vertrauenskörperleiter des Stahl-Werks Duisburg, Klaus Wittig, am Donnerstag. Auch Betriebsratschefs der Stahlstandorte in Bochum und Duisburg-Hüttenheim hatten nach Recherchen der „WAZ“ zuvor Zustimmung signalisiert. Kritisch werde jedoch der Sitz der Geschäftsführung des geplanten Gemeinschaftsunternehmens in Amsterdam gesehen, sagte Wittig.

Auch die Tarifkommission der Gewerkschaft IG Metall hatte zuvor den Beschäftigten empfohlen, den Tarifvertrag anzunehmen. Die bisherigen Rückmeldungen seien überwiegend positiv, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Ab Samstag (13.1.) können mehr als 20.000 IG Metall-Mitglieder in der Stahlsparte von Thyssen-Krupp eine Woche lang online abstimmen. Vom 22. Januar bis zum 2. Februar sollen an 12 Standorten Wahlurnen aufgestellt werden. Das Wahlergebnis will die IG Metall am 5. Februar veröffentlichen. Der Tarifvertrag, über den die Belegschaft abstimmen soll, sieht unter anderem einen langfristigen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis vor.

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