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Thyssenkrupp-Chef Aufspaltung soll kaum Arbeitsplätze kosten

Das Logo von Thyssenkrupp steht vor dem 246 Meter hohen Testturm. Quelle: dpa

Die geplante Aufspaltung von Thyssenkrupp soll nicht zulasten der Arbeitnehmer gehen. Laut Interimschef Guido Kerkhoff werde es keinen größeren Abbau von Arbeitsplätzen geben.

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Die geplante Aufspaltung von Thyssenkrupp wird nach den Worten von Interimschef Guido Kerkhoff keinen größeren Abbau von Arbeitsplätzen nach sich ziehen. Zwar würden wohl auf der Verwaltungsebene einige Stellen wegfallen, aber „aufgrund der Spaltung an sich erwarten wir hier keine größeren Effekte“, sagte er am Freitag im ZDF. Mit Blick auf die Großaktionäre und die Arbeitnehmer sprach Kerkhoff von einer „breiten Unterstützung“ der Vorstandspläne.

Der seit Jahren kriselnde Traditionskonzern soll in zwei börsennotierte Gesellschaften aufgeteilt werden. Das Geschäft mit Aufzügen, Autoteilen, dem Kernanlagenbau und einem Umsatz von rund 16 Milliarden Euro soll abgetrennt werden. In einer zweiten Gesellschaft verbleibt unter anderem der Werkstoffhandel und der Anteil am geplanten Stahl-Gemeinschaftsunternehmen.

Dazu erläuterte Kerkhoff nun, aufgrund der „gesunden Kapitalausstattung, die beide Unternehmen haben werden, werden sie sicherlich die Chancen jeweils auf ihrem Weg besser nutzen können als jetzt“. Zudem erlaube die Aufspaltung die Hebung „signifikanter stiller Reserven“. Eine größere Krisenanfälligkeit von Thyssenkrupp-Geschäften sehe er nicht.

IG Metall stellt sich hinter die Pläne

Aufsichtsrat und Aktionäre müssen den Plänen noch zustimmen. Der Aufsichtsrat soll am Sonntag beraten, eine Hauptversammlung soll in spätestens 18 Monaten über die Pläne befinden.
Die IG Metall stellt sich hinter die Pläne für die Aufspaltung von Thyssenkrupp, will für deren Umsetzung aber Bedingungen durchsetzen. Die vom Vorstand angestrebte Teilung könne eine Zerschlagung des Essener Konzerns in viele Einzelteile verhindern, erklärte der Bezirksleiter der Gewerkschaft in Nordrhein-Westfalen, Knut Giesler, am Freitag. Ein Ausverkauf sei damit vom Tisch, betonte er. Die Pläne böten die Chance, für alle Bereiche des Mischkonzerns ein nachhaltiges Konzept zu entwickeln.

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