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Thyssenkrupp IG Metall befürchtet Abbau von 4000 Jobs bei Stahlsparte

Die IG Metall befürchtet im Zuge der geplanten Restrukturierung der Stahlsparte von Thyssenkrupp den Abbau Tausender Arbeitsplätze.

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Ein Beschäftigter von Thyssenkrupp steht am 11. April 2017 vor dem Werk in Duisburg Hüttenheim. Der Stahlkonzern hat ein Sparprogramm angekündigt. Die Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs. Quelle: dpa

In der schwächelnden Stahlsparte von Thyssenkrupp droht nach Angaben der IG Metall ein Abbau Tausender Arbeitsplätze. Es gehe bei der geplanten Restrukturierung nicht nur um 300 bis 400 Jobs in Bochum und Duisburg-Hüttenheim, sagte der Bevollmächtigte der IG Metall Duisburg-Dinslaken, Dieter Lieske, am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. "Es geht letztendlich um 4050 Arbeitsplätze. So muss man die ganze Geschichte rechnen." Aus den Unterlagen des Managements gehe hervor, dass etwa 15 Prozent der rund 27.000 Jobs von Thyssenkrupp Steel Europe gestrichen werden sollen. Ein Konzernsprecher bekräftigte, es sei derzeit noch offen, wie viele Arbeitsplätze betroffen sein werden.

Thyssenkrupp hat angekündigt, in den nächsten drei Jahren 500 Millionen Euro einzusparen. Dies soll durch Kostensenkungen beim Personal, der Instandhaltung und Reparatur, der Logistik, dem Vertrieb und in der Verwaltung erreicht werden. Ziel sei, dass die Stahlsparte dauerhaft ihre Kapitalkosten erwirtschafte.

"Das ist schon ein großes Rad, das gedreht werden soll", sagte Gewerkschaftsvertreter Lieske. Die Beschäftigen seien sehr verunsichert. "Da ist große Unruhe in der Hütte." Die Gewerkschaft war zuvor mit Stahlbetriebsräten zusammengekommen. Die Gewerkschaft bekräftigte die Haltung der Arbeitnehmervertreter, wonach vor einer Restrukturierung erstmal klar sein müsse, ob Thyssenkrupp seine Stahlsparte mit Tata Steel fusionieren wird. "Wir lehnen eine Fusion strikt ab." Die Konzerne sprechen seit dem vergangenen Jahr über einen Zusammenschluss zum zweitgrößten europäischen Stahlkonzern nach ArcelorMittal.

Zahlreiche Beschäftigte hatten sich in den vergangenen Tagen bei mehrstündigen Info-Veranstaltungen des Betriebsrats über die Pläne des Managements informiert. Dabei kam es nach Angaben der Arbeitnehmervertreter auch zu Produktionseinschränkungen. Es seien bereits rund 20 weitere Infoveranstaltungen geplant. Zudem solle es am 3. Mai eine große Kundgebung in Duisburg geben, sagte Lieske. Dabei würden Tausende Beschäftigte erwartet. Einen Tag später soll nach Reuters-Informationen der Aufsichtsrat der Stahlsparte über die Restrukturierungspläne beraten.

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