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ThyssenKrupp Investoren an Kapitalerhöhung interessiert - Einigung über Kreditlinien

Exklusiv

Der angeschlagene Stahlkonzern ThyssenKrupp findet offenbar das Interesse von Investoren für seine Pläne einer Kapitalerhöhung.

200 Jahre Krupp in Bildern
"Stammhaus" und Schmelzbau um 1819. Quelle:
Friedrich Krupp um 1820. Quelle: PR
"Vom Stammhaus zum Quartier": Ein Gemälde von Julius Grün, es zeigt Alfred Krupp in den 1880er-Jahren. Quelle: PR
Ein Plan der Gussstahlfabrik, 1889 Quelle: PR
Innerer Bereich der Gussstahlfabrik in Essen, 1864 Quelle: PR
Friedrich Alfred Krupp seiner Verlobte und Margarethe von Ende 1882 Quelle: PR
Die Friedrich-Alfred-Hütte in Rheinhausen ca. 1910 Quelle: PR

Nach Informationen der WirtschaftsWoche aus Finanzkreisen plant ThyssenKrupp eine Kapitalerhöhung im Gesamtvolumen von bis zu 1,6 Milliarden Euro, inklusive einer mit acht Prozent verzinsten Hybridanleihe. In Bankenkreisen heißt es, dass auch für eine größere Kapitalaufstockung Interesse vor allem deutscher Investoren vorhanden wäre. Sie würde allerdings zu einer starken Verwässerung der Anteile der Krupp-Stiftung führen, die aktuell 25,53 Prozent am Konzern hält. Das wolle Konzernchef Heinrich Hiesinger verhindern, heißt es weiter.

Hiesinger halte den Verkauf der verlustbringenden Stahlwerke in Brasilien und den USA weiter für möglich. In Bankenkreisen sieht man das zunehmend skeptisch. Als wesentliches Hindernis gilt die 27-prozentige Beteiligung des Rohstoffkonzerns Vale am brasilianischen Werk. Ein Verkauf deutlich unter Buchwert dürfte juristische Schritte des Partners nach sich ziehen. Zudem verlöre ThyssenKrupp 600 Millionen Euro Eigenkapital, die Vale bei der Beteiligung eingezahlt hatte. Erst vor sechs Wochen wurde der Buchwert der Übersee-Stahlwerke von 3,9 auf 3,3 Milliarden Euro berichtigt.

Dagegen konnte ThyssenKrupp offenbar seine Kreditlinien ausbauen. Nach Informationen aus Finanzkreisen hat sich ein Konsortium kreditgebender Banken bereits darauf geeinigt, ThyssenKrupp weiter Kreditlinien über 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Die Banken hätten die Linien ab Ende September kündigen können, da die Verschuldung des Konzerns deutlich über den festgelegten Wert von 150 Prozent des Eigenkapitals gestiegen ist.

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