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ThyssenkruppMilliardär Kretinsky wirbt öffentlich für Übernahme der Thyssen-Stahltochter

Der Investor will sich zur Hälfte an der Stahlsparte des Konzerns beteiligen. Kretinsky betont, er wolle Thyssen-Krupp Steel bei der grünen Transformation helfen. 20.10.2023 - 14:14 Uhr

Daniel Kretinsky will bei der Stahlsparte von Thyssen-Krupp einsteigen.

Foto: IMAGO/ABACAPRESS

Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky wirbt nun auch öffentlich für einen Einstieg bei der Stahlsparte von Thyssenkrupp. Ein Sprecher von Kretinskys Holding EPH sagte am Freitag, man sei der festen Überzeugung ein geeigneter Kandidat für den Einstieg bei Thyssen-Krupp Steel Europe zu sein.

Die EPH-Muttergesellschaft EP Corporate Group (EPCG) unterstütze die Bemühungen zur Dekarbonisierung von Thyssenkrupp Steel Europe. Sie biete finanzielle Stärke und strategische Synergien, um langfristige Ziele zu erreichen und die grüne Transformation zu bewältigen. Insidern zufolge verhandeln Thyssen-Krupp-Chef Miguel Lopez und Kretinsky über eine 50:50-Beteiligung an dem größten deutschen Stahlkonzern.

Thyssen-Krupp sucht seit Jahren nach Partnern für das konjunkturanfällige Stahlgeschäft. Dies muss in den kommenden Jahren hohe Summen für den Umbau auf eine grüne Produktion aufbringen. Auch hier sieht Kretinsky Vorteile an einem Bündnis. „Die Dekarbonisierung der Stahlproduktion führt zu steigenden Kosten für Energierohstoffe wie Strom, Wasserstoff, Erdgas und Emissionszertifikate“, erklärte der EPH-Sprecher.

EPCG bringe über seine Energiesparte EPH als einer der zehn größten europäischen Stromerzeuger umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit diesen Rohstoffen mit. Kretinsky kontrolliert unter anderem die ostdeutschen Kohlekonzerne LEAG und Mibrag. Der Unternehmer will in den kommenden Jahren Milliardensummen in das Geschäft mit erneuerbarer Energie investieren.

Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ hatte am Freitag zuerst die Aussagen von EPH zitiert. In dem vorab veröffentlichten Bericht äußerte sich auch der von den Arbeitnehmervertretern scharf kritisierte Thyssen-Krupp-Chef Lopez. „Ich habe Daniel Kretinsky als einen verlässlichen Gesprächspartner kennengelernt“, sagte er. „Es gibt bisher keine Festlegungen. Wir sind offen für Gespräche mit verschiedenen Interessenten.“

Die IG Metall und der Betriebsrat hatten von Lopez mehr Transparenz bei den Verhandlungen mit Kretinsky gefordert und andernfalls mit Widerstand gedroht.

Mehr: Industriekonzern vor Teilverkauf seiner Stahlsparte

rtr
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