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ThyssenKrupp Posco überwindet eigenes Dementi

Der südkoreanische Stahlkonzern gibt nun doch zu, dass er in die ThyssenKrupp-Stahlwerke in Übersee investieren will.

Posco rudert bei seinem Dementi nun doch zurück. Quelle: AP

Es folgte auf den Bericht der WirtschaftsWoche eine harsche Reaktion: Posco sei mitnichten an den schlingernden Stahlwerken von ThyssenKrupp in Übersee interessiert, hieß es ziemlich böse aus Südkorea. Doch am Donnerstag gab Posco-Chef Chung Joon Yang zu, dass er „intern“ eine Beteiligung des Walzwerks im Bundesstaat Alabama (USA) prüft.

Und mehr noch: Die Kaufanalyse betreffe auch das Stahlwerk in Brasilien, das ThyssenKrupp nur Sorgen beschert, weil es viel zu teuer geplant war und sich unübersehbare Probleme mit dem technischen „Hochlauf“, der hundertprozentigen Inbetriebnahme einstellten, die von den ThysssenKrupp-Ingenieuren nicht in den Griff zu bekommen sind.

Mit der neuen Offenheit, die sich Posco nach einem Bericht des brasilianischen Reuters-Korrespondenten Gustavo Bonato nun leistet, wird die Gerüchteküche um die Käufer der verlustreichen Stahlwerke von ThyssenKrupp noch heißer.

Es besteht die berechtigte Furcht, dass die fehlgeplanten Stahlwerke von ThyssenKrupp in Übersee auf einer Art Jahrmarkt feilgeboten werden, wo alle mal den Finger heben dürfen und jeder sein Interesse oder Desinteresse nach Tagesform öffentlich kundtut.

Wahrscheinlich müssen die neuen ThyssenKrupp-Manager unter dem Vorstandschef Heinrich Hiesinger ihre hochmodernen, aber bisher noch unprofitablen Anlagen bei diesem Geschacher für ein Ei und ein Butterbrot abgeben, um endlich von den Altlasten, die ihnen Hiesinger-Vorgänger Ekkehard Schulz hinterlassen hat, so schnell wie möglich befreit zu werden und zu neuen unternehmerischen Ufern aufzubrechen.

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