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Trotz starkem Euro BASF bekräftigt seine Ziele

Trotz starkem Euro: BASF bekräftigt seine Ziele. Quelle: dpa

Vor allem das Geschäft mit Basischemikalien, Öl und Gas lief unerwartet gut. Der operative Gewinn stieg trotz starkem Euro im ersten Quartal um zwei Prozent an.

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BASF hat zu Jahresbeginn von einem unerwartet starken Basischemikalien- sowie Öl- und Gasgeschäft profitiert. Gegenwind kommt allerdings vom starken Euro. Der operative Gewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen stieg im ersten Quartal um zwei Prozent auf 2,5 Milliarden Euro, wie BASF am Freitag vor der Hauptversammlung in Mannheim mitteilte. Der Ludwigshafener Chemiekonzern setzte 16,6 Milliarden Euro um, ein Rückgang von einem Prozent. Höhere Verkaufspreise und ein gestiegener Absatz wurden dabei von negativen Währungseffekten völlig aufgezehrt.

Vorstandschef Kurt Bock, der mit Ablauf der Hauptversammlung das Ruder an seinen Vize Martin Brudermüller übergibt, sprach dennoch von einem guten Start in das Jahr. Das erste Quartal sei "erfreulich" verlaufen. Für das Gesamtjahr bekräftigte er die Prognosen. "Dies ist anspruchsvoll, denn 2017 war ein sehr gutes Jahr für BASF." 2018 soll der Umsatz leicht zulegen. Der bereinigte Betriebsgewinn soll ebenfalls leicht über dem Vorjahresniveau von 8,3 Milliarden Euro liegen, darunter versteht der Vorstand einen Anstieg um bis zu zehn Prozent.

Bock hatte bereits zu Jahresbeginn die Ziele als "sportlich und herausfordernd" bezeichnet. Bei den im vergangenen Jahr schwächelnden Spezialchemikalien hatte er einen deutlichen Ergebnisanstieg in Aussicht gestellt. Für das Basischemiegeschäft, das 2017 ein Rekordergebnis erzielt hatte, hatte er aber wegen zunehmendem Wettbewerbsdruck einen deutlichen Rückgang angekündigt. Im ersten Quartal war davon aber noch nichts zu spüren: Im Basischemiegeschäft legte das Ergebnis überraschend deutlich um fast ein Fünftel zu. Im Geschäftsbereich Functional Materials & Solutions, zu dem etwa das Geschäft mit Katalysatoren, Autolacken, technischen Kunststoffen und Produkten für die Bauindustrie gehört, brach das Ergebnis dagegen um 37 Prozent ein. Auch im Agrarchemiegeschäft musste BASF deutlich Federn lassen.

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte im ersten Quartal 2018 um zwei Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zu. Nach Steuern blieb ein Gewinn von knapp 1,7 Milliarden Euro übrig. Das waren aufgrund höherer Steuerzahlungen unter anderem in Norwegen zwei Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Den Ausblick für das laufende Jahr bestätigte Bock.

Dem Chemiekonzern stehen große Umbrüche bevor: So soll unter der Führung von Martin Brudermüller künftig der Pflanzenschutz ausgebaut, das Öl- und Gasgeschäft wiederum abgelöst werden.

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