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Uber und Didi Wie China die Mobilität revolutioniert

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Didi: Vielmehr als nur ein Mitfahrkonzept

Didis Dienstleistungen gehen schon jetzt über Mitfahrkonzepte hinaus. Der Anbieter kontrolliert den Markt für Apps zur Vermittlung von traditionellen Taxifahrten. Zudem bietet die Firma Busfahrten sowie Fahrdienste für Unternehmen an. Nach einem langen Abend mit Alkohol lässt sich per Didi sogar ein Fahrer bestellen, der einen im eigenen Auto nachhause kutschiert. Nicht umsonst ist Apple im Mai mit einer Milliarde Dollar bei Didi eingestiegen.

Cheng Wei habe ein vielversprechendes Unternehmen aufgebaut, meint Ferdinand Dudenhöffer, Wirtschaftsprofessor und Automobilexperte an der Universität Duisburg-Essen. „Ich glaube, dass wir von Didi in der Zukunft noch viel hören werden“, sagt der Autoexperte.

Doch chinesische Pläne für eine moderne Mobilität enden nicht bei Didi. Der chinesische Elektroauto-Hersteller Build Your Dream (BYD) ist Weltmarktführer für E-Autos. Vergangenes Jahr zog die Firma aus dem südchinesischen Shenzhen mit ihrem Absatz an Tesla vorbei. Das Geschäft wird von üppigen staatlichen Kaufprämien für Elektroautos in China getrieben.

Gleichzeitig arbeitet rund ein halbes Dutzend chinesischer Start-ups daran, möglichst bald selbstfahrende Elektroautos massentauglich auf die Straßen zu bringen. Jüngstes Beispiel ist Future Mobility Corporation (FMC).

as Unternehmen wird von Carsten Breitfeld geführt, der zuvor bei BMW Entwicklungsleiter des Hybrid-Sportwagens i8 war. Breitfeld konnte eine Reihe führender BMW-Entwickler zum Wechsel zu FMC bewegen. Die Investoren hinter dem Start-up sind der taiwanische Elektronikgigant Foxconn, Chinas Internetriese Tencent und der Premiumautohändler Harmony New Energy Auto Holding.

Das sind keine Einzelbeispiele. Peking agiert getrieben vom Verkehrschaos, Umweltverschmutzung und einer strategischen Industriepolitik. Die Regierung will Bedingungen schaffen, um die drängendsten Probleme zu lösen, und Firmen in der Volksrepublik frühzeitig für vielversprechende Branchen wie E-Mobilität in Stellung zu bringen. Die wichtigsten Konzepte für Mobilität im 21. Jahrhundert könnten also nicht aus dem Silicon Valley, sondern aus China kommen.

Mit Material von dpa

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