Übernahme durch McKesson Und tschüss, Celesio – ein freudiger Abschied

Nach 40 Jahren trennt sich der Duisburger Mischkonzern Haniel von seiner Mehrheitsbeteiligung am Stuttgarter Pharmagroßhändler Celesio. Der neue Eigentümer, der US-Konzern McKesson, bietet sechs Milliarden Euro für das Unternehmen. Der Name Celesio könnte bald verschwinden.

ine Mitarbeiterin des Pharmahändlers Celesio bestückt eine Kommissioniermaschine Quelle: dpa

So richtig wehmütig dürften die Haniel-Manager nicht über den Abschied von Celesio sein. Zuletzt hatten die Stuttgarter mit etlichen Führungsturbulenzen – erst vor wenigen Monaten musste der beratungsresistente Vorstandschef Markus Pinger gehen – für ein eher schlechtes Image gesorgt. Es gab eine fehlgeschlagene DocMorris-Investition und den Ausfall der Dividende zu verkraften. Und auch das eigentliche Geschäft im ohnehin stark regulierten Pharmahandel wurde zuletzt zunehmend schwieriger, nachdem vor allem die Konkurrenten Noweda und Phoenix eine große Rabattschlacht im Markt angezettelt hatten. Haniel wird sich nun vor allem auf den Schuldenabbau und seine andere große Beteiligung, den Handelskonzern Metro, sowie auf Portfolio-Ergänzungen konzentrieren.

Wirklich traurig klang Celesio-Chefin Marion Helmes an diesem Vormittag auch nicht, als sie die Übernahme durch McKesson erläuterte. Zwischen Haniel und Celesio sei es „ein wohlüberlegter Abschied mit unternehmerischem Weitblick“ gewesen, so Helmes. Celesio könne nun in einem sich konsolidierenden Markt weiter wachsen. Haniel habe nur begrenzte Mittel für die Expansion zur Verfügung stellen können, sollte das wohl heißen. „Dafür bin ich unserem Mehrheitsaktionär dankbar“, sagte Helmes.

Mit dem neuen Eigentümer, dem US-Pharmahändler McKesson aus San Francisco, soll nun alles besser werden. Insgesamt sechs Milliarden Euro, inklusive Verbindlichkeiten, zahlen die Amerikaner. Zwei Milliarden davon gehen an den 50,01-Prozent-Aktionär Haniel. Den übrigen Aktionären will McKesson ein Angebot unterbreiten und insgesamt mindestens 75 Prozent der Anteile einsammeln. Bis zum 31. März 2014 soll die Übernahme unter Dach und Fach sein.

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