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Umbauforderungen US-Hedgefonds Elliott erhöht Druck auf Hyundai-Management

Der Großinvestor fordert eine höhere Ausschüttung der Dividenden sowie die Auswechslung des Managements. Der Vorstoß wird intern sehr kritisch gesehen.

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Das Argument gegen höhere Dividendenausschüttung ist, dass durch den Mittelabfluss die Entwicklung gehemmt würde. Quelle: Reuters

Seoul Der aktivistische Investor Elliott hat mit einem offenen Brief an die Aktionäre der südkoreanischen Autogruppe Hyundai den Druck auf das Management erhöht. Der US-Hedgefonds forderte am Mittwoch in dem Anschreiben die Anteilseigner auf, auf den bevorstehenden Hauptversammlungen für eine höhere Ausschüttung und der Auswechslung des Managements zu stimmen.

„Wir bitten heute darum, dass alle Aktionäre diese wegweisenden Vorhaben unterstützen, mit denen die Unternehmensleitung umgebaut und die überkapitalisierte Bilanz des Konzerns richtig dimensioniert werden soll.“

Die zur Auto-Gruppe gehörenden Konzerne Hyundai Motor und Hyundai Mobis lehnen die Forderungen des Großaktionärs mit dem Hinweis auf nötige Milliarden-Investitionen für Zukunftstechnologien ab. Hyundai Motor erklärte dazu, eine höhere Dividende würde einen „massiven Mittelabfluss“ bedeuten und die Entwicklung hemmen.

Auch Zulieferer Hyundai Mobis argumentierte, eine höhere Dividende würde die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen, da in den nächsten drei Jahren mehrere Milliarden für die Entwicklung neuer Fahrzeuge investiert werden müssten.

Der US-Hedgefonds fordert insgesamt die Ausschüttung von sieben Billionen Won (5,53 Milliarden Euro), während die Unternehmen eine Billion Won vorschlagen. Hyundai lehnt auch den von Elliott geforderten Wechsel in den Führungsriegen ab. Auf den Hauptversammlungen der Firmen am 22. März müssen die Aktionäre über die diversen Vorschläge entscheiden.

Hyundai Motor versucht die Anteilseigener auch mit höheren Gewinnzielen zu überzeugen. Der Autobauer kündigte an, bis 2022 die operative Gewinnmarge des Kerngeschäfts auf sieben Prozent steigern zu wollen. 2018 lag die Rendite bei lediglich 2,1 Prozent.

Der Autohersteller plane zudem, in den nächsten fünf Jahren 45,3 Billionen Won (35,5 Milliarden Euro) in Forschung und Entwicklung, in künftige Wachstumsbereiche wie autonome Fahrtechnologien, Fahrzeugelektrifizierung und Mobilitätsdienstleistungen zu investieren.

„Wir erwarten auf den bevorstehenden Aktionärstreffen einen Showdown zu Ungunsten der Kleinaktionäre“, kommentierte Chung Yong-jin, Analyst bei Shinhan Investment. Elliott hatte bereits im Frühjahr 2018 nach seinem milliardenschweren Einstieg die Gruppe gedrängt, einen genauen Plan vorzulegen, wie Hyundai die Rendite steigern, die Bilanz optimieren und die Unternehmensführung verbessern will.

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