Untreue-Ermittlungen Opel-Betriebsrat verteidigt Sonderzahlungen

Der scheidende Opel-Betriebsratschef Klaus Franz fürchtet die Untreue-Ermittlungen der Darmstädter Staatsanwaltschaft gegen ihn nicht. Sein Rückzug aus dem Betriebsrat habe nichts mit geleisteten Sonderzahlungen zu tun.

Der Opel-Betriebsratsvorsitzende Klaus Franz. Quelle: dpa

Darmstadt/Rüsselsheim„Ich bin mir sehr sicher, dass sich das Ganze in Wohlgefallen auflösen wird“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Franz verteidigte erneut die Sonderzahlungen von Opel an Betriebsratsmitglieder von bis zu 1300 Euro monatlich. Es habe sich um pauschale Vergütungen zusätzlichen Arbeitsaufwands gehandelt und stehe völlig im Einklang mit dem Betriebsverfassungsgesetz. Diese Auffassung hatten auch die ebenfalls von der Staatsanwaltschaft verdächtigten Opel-Manager vertreten.

Der 59 Jahre alte Franz wies Spekulationen zurück, dass sein zum Jahresende geplanter Rückzug als Betriebsratschef mit den Ermittlungen im Zusammenhang stehe. „Ich habe meine Altersteilzeit bereits im November 2006 vereinbart und stehe seit 2009 im aktiven Teil der Vereinbarung.“ Er habe sein Ausscheiden erst in der vergangenen Woche bekanntgegeben, um auch nach außen als handlungsfähiger Vertreter der Arbeitnehmer wahrgenommen zu werden.

Er halte die Ermittlungen der Staatsanwälte für ein normales rechtsstaatliches Verfahren, nachdem die Vorwürfe gegen Opel und ihn öffentlich in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ erhoben worden waren, sagte Franz. Er rechne mit einer Einstellung des Verfahrens.

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