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US-Autobauer General Motors fordert Staatshilfe in Südkorea

Der US-Autobauer General Motors soll staatliche Hilfen für die Produktion in Südkorea fordern. Ein erstes Werk wurde bereits geschlossen.

General Motors: GM fordert staatliche Hilfen in Südkorea Quelle: Reuters

SeoulGeneral Motors fordert Insidern zufolge in Südkorea staatliche Hilfen, um die Produktion in dem asiatischen Land aufrecht zu erhalten. Im Gegenzug habe der US-Autobauer angeboten, Schulden der südkoreanischen Tochter von 2,2 Milliarden Dollar in Aktien umzuwandeln, sagten vier mit den Überlegungen vertraute Personen am Dienstag.

Eine von ihnen sagte, GM schwebten Finanzhilfen der Regierung über eine Milliarde Dollar vor. Den anderen Insidern zufolge schlägt GM vor, seinen vier Werken in Südkorea einen Sonderstatus einzuräumen, und damit Steuererleichterungen zu ermöglichen. Südkoreas Finanzminister Kim Dong-yeon sagte, man werde mit GM über die Zukunft des Autobauers in Südkorea sprechen.

GM hatte vergangene Woche angekündigt, das Werk in Gunsan bis Mai zu schließen. Über die Zukunft der anderen drei Fertigungsstätten solle innerhalb der nächsten Wochen entschieden werden. Die Ankündigung hatte das Land in Aufruhr versetzt, zumal sie zur Unzeit kommt. US-Präsident Donald Trump will das Freihandelsabkommen zwischen den USA und Südkorea neu verhandeln.

GM beschäftigt in Südkorea insgesamt 16.000 Mitarbeiter, davon 2000 in Gunsan. Die Regierung erklärte die Stadt zur Krisenzone. Damit kann sie besondere Unterstützung des Staates wie günstigere Kredite oder Hilfen für Arbeiter in Anspruch nehmen.

GM hat zuletzt mehrere Maßnahmen ergriffen, um Rentabilität und Innovation zu stärken, auch wenn dies zulasten von Stückzahl und Menge geht. Seit 2015 hat sich GM aus unprofitablen Regionen wie Europa, Australien, Südafrika und Russland zurückgezogen. Unklar ist, inwieweit das Angebot für einen Umtausch der Schulden in Aktien die staatliche Korea Development Bank betrifft, die 17 Prozent an GM Korea hält.

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