WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

US-Autobauer Tesla will sieben Prozent der Vollzeitstellen streichen

Der Elektroauto-Pionier steht offenbar vor einem schwierigen Jahr. Die Zahl der Vollzeitangestellten soll um etwa 3000 Stellen reduziert werden.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Der US-Autobauer warnt vor einer schwierigen Zukunft. Quelle: Reuters

Düsseldorf, New York, Bangalore Der US-Elektroautohersteller Tesla will die Zahl seiner Vollzeitangestellten um etwa sieben Prozent reduzieren. Die Aktie des Unternehmens gab im vorbörslichen Handel um 5,6 Prozent nach. Betroffen sind insgesamt offenbar 3000 Arbeitsplätze.

In einer Mail an die Mitarbeiter warnte Tesla-Chef Elon Musk vor einem „schwierigen Jahr“. Das Unternehmen stehe vor einer „sehr schweren Zukunft“. Musk betonte weiter, Tesla müsse insgesamt Kosten senken, um das Model 3 günstiger anbieten zu können. Die Verkaufszahlen blieben zuletzt trotz staatlicher Förderungen hinter den Erwartungen zurück.

Laut Elon Musk plant das Unternehmen, im laufenden Quartal einen „winzigen Gewinn“ zu erwirtschaften. Ohne die Stellenkürzungen sei das aber nicht machbar. Tesla hatte in den vergangenen Jahren die Beschäftigtenzahl um 30 Prozent erhöht – das ist nun offenbar zu teuer geworden.

„Tesla wird diese Einschnitte machen müssen, während gleichzeitig die Model-3-Produktion hochgefahren wird und wir in der Herstellung in den nächsten Monaten noch vieles verbessern müssen“, schrieb Musk in der Mail an die Mitarbeiter. „Mit großer Anstrengung, Schwierigkeiten und einigem Glück“ will Musk die Trendwende in seinem Unternehmen schaffen.

Tesla hatte im vergangenen Oktober für das dritte Quartal einen Überschuss von 312 Millionen Dollar verkündet – der größte Gewinn in der Geschichte des 2003 gegründeten Unternehmens, das zuvor überhaupt nur zweimal ein Vierteljahr mit schwarzen Zahlen abschließen konnte. Im vierten Quartal fiel der Gewinn dann bereits wieder deutlich niedriger aus.

Im vergangenen Jahr bezeichnete Tesla-Chef Musk die Ergebnisse noch als „wahrhaft historisch“ – und auch bei Anlegern war die Erleichterung nach dem Rekordminus von 718 Millionen Dollar im Vorquartal groß. „Man sollte nie selbstgefällig werden, also müssen wir weiter hart arbeiten – aber ich denke, wir sind über den Berg“, sagte Musk dem Tech-Blog „Recode“ im November.

Damals hieß es aber von Beobachtern, dass sich erst zeigen müsse, ob die Firma dauerhaft profitabel wirtschaften könne. Die Quartalszahlen waren von Sonderfaktoren geprägt, zudem bleibe Musk das Model 3 für 35.000 Dollar immer noch schuldig. Bislang gebe es nur teurere Versionen mit entsprechend höheren Gewinnspannen zu kaufen. Erschwerend hinzu komme, dass die staatliche E-Auto-Prämie von 7500 Dollar pro Wagen in den USA 2019 auslaufe.

Mit Agenturmaterial.

Jetzt auf wiwo.de

Sie wollen wissen, was die Wirtschaft bewegt? Hier geht es direkt zu den aktuellsten Beiträgen der WirtschaftsWoche.
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%