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US-Zollstreit Stahlindustrie sieht Anzeichen für Importschwemme wegen US-Zollstreit

Auf dem europäischen Markt sind laut der deutschen Stahlindustrie Folgen des US-Zollstreits zu erkennen. Einfuhren aus Ländern wie Russland und Türkei mehren sich.

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Länder, die nicht mehr in die USA liefern können, drängen ihre Produkte auf den europäischen Markt. Quelle: dpa

Berlin Wegen des Zollstreits mit den USA mehren sich der deutschen Stahlindustrie zufolge die Anzeichen für eine Importschwemme in Europa. Schon an den ersten Monaten dieses Jahres sei zu sehen, wie sich die Mengen auf dem europäischen Stahlmarkt durch Einfuhren aus Ländern wie Russland oder der Türkei deutlich erhöhen, sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

So seien etwa die Importe aus Russland gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 139 Prozent gestiegen. „Es ist völlig realistisch, dass die Länder, die wegen der Zölle nicht mehr in die USA liefern können, mit ihrem Stahl auf den europäischen Markt drängen.“ Kerkhoff bekräftigte daher die Forderung an die EU, Schutzmaßnahmen gegen solche Umlenkungseffekte zu ergreifen.

US-Präsident Donald Trump hat Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte verhängt. Die EU wurde vorerst bis zum 1. Juni davon ausgenommen. Sie verhandelt derzeit mit der US-Regierung über eine dauerhafte Ausnahme.

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