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USA Hurrikan „Florence“ verhagelt Autobauern das Geschäft

Die Autohersteller beklagen im September sinkende Absätze in den USA. Einzelne Marken konnten sich aber behaupten und verzeichnen ein Plus.

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Der Autobauer konnte gegen den Trend ein Plus von fast 15 Prozent verzeichnen. Quelle: dpa

Detroit Der Hurrikan „Florence“ hat mehreren Autobauern das Geschäft in den USA verdorben. So gingen die Absätze bei Ford im September binnen Jahresfrist um gut elf Prozent zurück, wie der US-Autobauer am Dienstag mitteilte. Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die Menschen in den Katastrophengebieten von North und South Carolina mit den Wassermassen kämpften statt in die Autohäuser zu kommen.

VW und Daimler kamen mit einem Minus von je etwa fünf Prozent glimpflicher davon. Dagegen trotzte Fiat Chrysler dem Trend mit einem Plus von fast 15 Prozent, was vor allem an anziehenden Verkäufen von Jeep-Modellen wie dem Cherokee und Pickup-Trucks wie dem Ram lag.

Laut Ford waren die Vergleichszahlen von September 2017 besonders hoch. Das habe an Hurrikan „Harvey“ gelegen, der im vergangenen Jahr Teile von Texas schon im August überflutet hatte. Deshalb hätten sich die Verbraucher nach Totalschäden ihrer Fahrzeuge schon im September 2017 neue Autos gekauft und so den Absatz angekurbelt.

Auch General Motors (GM) meldete einen Rückgang von gut elf Prozent auf knapp 695.000 Fahrzeuge, allerdings im gesamten dritten Quartal. Der größte US-Autobauer weist keine Monatsstatistiken mehr aus und führt zur Begründung eine mangelnde Aussagekraft der kürzeren Zeitspanne an.

Bei Toyota ging der Absatz im September zwar um 10,4 Prozent zurück. Die Japaner verkauften mit gut 203.000 aber die meisten Fahrzeuge, wobei GM wegen fehlender Vergleichsmöglichkeiten außen vor bleibt.

VW brachte mit 30.555 Autos 4,8 Prozent weniger an die Kunden, Daimler mit seinen Marken Mercedes und Smart mit 30.715 genau fünf Prozent weniger. Zwar sei die Nachfrage der Kunden weiterhin stark, sagte Dietmar Exler, Chef von Mercedes-Benz USA. Die Verzögerungen bei der Verfügbarkeit vieler neuer Modelle hielten aber an: „Wir rechnen mit einer steigenden Verfügbarkeit im Oktober und für den Rest des Jahres.“ BMW konnte dagegen seine Verkäufe um 1,3 Prozent auf fast 26.000 steigern.

Damit fahren die Münchner aber weiter in einer anderen Klasse als der US-italienische Konzern FiatChrysler, der mit knapp 200.000 Fahrzeugen Ford mit seinen rund 197.000 Autos überrundete und nur leicht hinter Toyota lag. Porsche verkaufte mit 5102 Wagen 43 Autos mehr mehr als im Vorjahreszeitraum – ein Plus von 0,8 Prozent.

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