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Vas Narasimhan Novartis-CEO sieht Besserung der Coronalage im Frühjahr

Quelle: dpa

Novartis-CEO Vas Narasimhan erwartet eine Entspannung der Coronapandemie erst in einigen Monaten. Positiver blickt er auf Entwicklungen im eigenen Haus: Ein möglicher Verkauf der Tochter Sandoz stoße auf Interesse.

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Der CEO des Schweizer Pharmakonzerns Novartis, Vas Narasimhan, sieht eine Entspannung bei der weltweiten Corona-Pandemie erst in wenigen Monaten: „Im Frühjahr könnte sich die Lage bessern. In den nächsten vier bis sechs Monaten werden sich viele Menschen immunisieren - weil sie sich entweder impfen lassen oder vom Virus befallen werden“, erklärte Narasimhan in einem Interview mit der WirtschaftsWoche. Vor allem in den Industrieländern werde die Bevölkerung also stärker gewappnet sein, so der Novartis-CEO gegenüber dem Magazin: „Wie die Omikron-Variante wirkt, werden wir sehen müssen. Da ist es für eine Aussage noch zu früh.“

Ein möglicher Verkauf der Generika-Tochter Sandoz scheint in der Branche auf Interesse zu stoßen. Nachdem Novartis vor Wochen angekündigt hatte, die Optionen für Sandoz zu prüfen, habe Novartis „verschiedene Anfragen nach näherer Information“ erhalten, sagt Narasimhan im Interview. Konkrete Angebote habe es aber noch nicht gegeben. Zuletzt war in der Branche über ein Interesse des Finanzinvestors EQT sowie der Biontech-Eigentümer Andreas und Thomas Strüngmann spekuliert worden.

Narasimhan bekräftigte, bis Ende 2022 zu entscheiden, wie es mit Sandoz weitergeht. Den Fokus von Novartis sieht Narasimhan weniger bei Generika, sondern vielmehr bei innovativen Medikamenten: „Klar ist, dass wir Novartis primär auf innovative Medikamente ausrichten wollen. Wir machen 80 Prozent des Umsatzes sowie 80 bis 90 Prozent unseres Gewinns mit neuen Medikamenten, etwa gegen Krebs, Herz-Kreislauf-Probleme oder genetische Erkrankungen.“

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    Die 21 Milliarden Dollar, die Novartis kürzlich durch den Verkauf seines 33 Prozent-Anteils am Wettbewerber Roche eingenommen hat, könnten laut Narasimhan „in gezielte Zukäufe, Aktienrückkäufe oder beides“ investiert werden. Die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft seien inmitten von Inflation und Pandemie gerade sehr volatil, so der Novartis-CEO: „Jetzt werden wir die Möglichkeiten der Kapitalzuteilung sorgfältig prüfen, um die beste Entscheidung für unsere Investoren zu treffen.“

    Einen Mega-Deal schloss Narasimhan allerdings aus: „Wir sind an einem ganz großen Deal nicht interessiert. In den vergangenen Jahren hat Novartis keine Transaktion über zehn Milliarden Dollar abgeschlossen. Die meisten unserer Zukäufe hatten ein Volumen von weniger als einer Milliarde.“

    Mehr zum Thema: Vas Narasimhan, Chef des Pharmariesen Novartis, spricht über neue Medikamente und den möglichen Verkauf der Tochter Sandoz.

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