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Verdacht der fahrlässigen Tötung Staatsanwaltschaft ermittelt nach Chemiepark-Explosion gegen drei Beschuldigte

Drei Beschuldigte stehen im Verdacht, ihre Sorgfaltspflichten bei der Abfall-Lagerung im Chemiepark in Leverkusen verletzt zu haben – ein möglicher Grund für die Explosion.

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Bei dem Unglück waren sieben Menschen ums Leben gekommen. Quelle: dpa

Nach der Explosion in einem Chemiepark Ende Juli in Leverkusen hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen drei Beschuldigte eingeleitet. Es bestehe der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und des fahrlässigen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, teilte die Staatsanwaltschaft Köln am Dienstag mit.

Nach jetzigem Stand der Ermittlungen bestehe der Verdacht, dass der in einem Tank gelagerte Abfall über der zulässigen Selbsterwärmungstemperatur gelagert worden war, hieß es. Hierdurch könnten Selbsterwärmungseffekte eingetreten sein, die zu einem exponentiellen Temperatur- und Druckanstieg geführt und schließlich die Explosion des Tanks auslösten. Bei dem Unglück waren sieben Menschen ums Leben gekommen.

Die drei Beschuldigten stünden unter Verdacht, ihre Sorgfaltspflichten im Zusammenhang mit der Lagerung und Behandlung des Abfalls verletzt zu haben.

Es besteht der Verdacht, dass sich infolge der Explosion restliche Abfallflüssigkeiten und zuvor zur Kühlung und Spülung in den Tank eingeleitetes Heizöl mit Luft vermischt haben und dies schließlich zum Brand geführt hat. Die Polizei habe am Dienstag Geschäfts- und Betriebsräume der Betreiber-Firma Currenta aufgesucht und Privaträume von vier Mitarbeitenden durchsucht. Die von den Ermittlungsbehörden benötigten Unterlagen seien freiwillig herausgegeben worden. Die Polizei habe Datenträger, Mobiltelefone und schriftliche Unterlagen sichergestellt, die jetzt ausgewertet würden.

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