WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Vietjet Neuer Milliardenauftrag für Flugzeugbauer Airbus

Fachkräfte arbeiten 2011 im Airbuswerk Finkenwerder in Hamburg an Flugzeugen der A320-Familie. Quelle: dpa

Die vietnamesische Fluggesellschaft Vietjet hat bei Airbus 50 neue Mittelstreckenflugzeuge bestellt. Zwischen 2020 und 2025 sollen die Maschinen an die Airline ausgeliefert werden.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Der A320 beschert dem europäischen Flugzeugbauer Airbus erneut einen Milliardenauftrag: Die vietnamesische Billigfluggesellschaft VietJet schlägt zu und hat eine mehr als sechs Milliarden Dollar schwere Bestellung der Airbus-Mittelstreckenflugzeuge perfekt gemacht. Die Fluglinie ordert 50 zusätzliche A321neo-Flugzeuge, wie Airbus am Freitag mitteilte.

VietJet-Chef Nguyen Thi Phuong Thao und Airbus-Verkaufschef Christian Scherer unterzeichneten die Order beim Staatsbesuch des französischen Ministerpräsidenten Edouard Philippe am Freitag in Hanoi. Der Auftrag hat einen Listenwert von 6,5 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 5,7 Milliarden Euro). In der Branche sind allerdings Abschläge durchaus üblich. Teil des Deals ist auch die Ausbildung von Piloten und Technikern. Um die langfristige Wartung der Triebwerke soll sich das Konsortium CFM aus GE und der französischen Safran für 5,3 Milliarden Dollar kümmern.

Ein Vorvertrag über die A321neo-Maschinen war im Sommer auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough unterzeichnet worden. Vietnams größte private Fluggesellschaft hat bereits 60 Airbus-Flugzeuge im Betrieb, 125 weitere sind bestellt. Die neu georderten Maschinen sollen zwischen 2020 und 2025 ausgeliefert werden. Die vor allem auf Mittelstrecken betriebene A320-Klasse wird auch in Hamburg gefertigt.

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus hatte trotz Produktionsengpässen im Sommer einen kräftigen Gewinnsprung hingelegt. Hinter die Lieferpläne setzte jedoch der Triebwerkszulieferer Rolls-Royce kürzlich ein großes Fragezeichen: Die für 2018 angekündigten rund 800 Passagier- und Frachtjets sind nur noch zu schaffen, da Konzernchef Tom Enders jetzt 18 Maschinen des von Bombardier übernommenen Mittelstreckenjets Airbus A220 einrechnet. Auch beim Verkaufsschlager A320neo muss sich der Konzern ranhalten. „Wir konnten zwar mehr Flugzeuge ausliefern als im Vorjahr, allerdings liegt noch viel Arbeit vor uns, um unsere Zielvorgaben zu erreichen“, resümierte Enders am Mittwoch in Toulouse bei der Vorlage der Neun-Monatszahlen.

Enders wird nach der Hauptversammlung am 10. April 2019 die Führung an seinen designierten Nachfolger Guillaume Faury übergeben. Der Konzern beschäftigte Ende September etwa 132.000 Mitarbeiter, zwei Prozent mehr als zum Jahresende 2017.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%