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Volkswagen darf umweltbelastende Diesel-SUV in USA reparieren

US-Umweltbehörden haben einem Software-Update von VW für 38.000 Autos mit 3-Liter-Dieselmotoren zugestimmt. Damit könnte der Konzern mehr als eine Milliarde Dollar sparen, die bei einem Rückkauf fällig geworden wäre.

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Volkswagen hatte der Zahlung von mindestens 1,2 Milliarden Dollar für die Reparatur oder den Rückkauf von annähernd 80.000 Dieselfahrzeugen zugestimmt. Quelle: Reuters

Washington Volkswagen hat die Erlaubnis der US-Behörden zur Reparatur von rund 38.000 Geländewagen mit Drei-Liter-Dieselmotoren mit potenziell überhöhten Abgaswerten erhalten. Wie aus einem Brief, hervorgeht der Nachrichtenagenturen vorliegt, spart der Konzern dadurch möglicherweise mehr als eine Milliarde Dollar, die bei einem Rückkauf der Fahrzeuge sonst fällig geworden wären.

Die Genehmigung betrifft die Modelle Porsche Cayenne und Volkswagen Touareg der Baujahre 2013 bis 2016 und den Audi Q7 der Jahre 2013 bis 2015. Die Besitzer der Wagen bekommen darüber hinaus noch eine Entschädigung von bis zu 16 114 Dollar (13 715 Euro), teilten die US-Umweltbehörde EPA und die für Luftreinhaltung zuständige kalifornische Behörde mit.

Volkswagen hatte im Zuge der Einigung mit den US-Behörden zur Wiedergutmachung des Dieselskandals der Zahlung von mindestens 1,2 Milliarden Dollar für die Reparatur oder den Rückkauf von annähernd 80.000 großen Dieselfahrzeugen zugestimmt. Würden die Umweltbehörden die Zustimmung zur Reparatur verwehren, könnte das viel teurer werden. Die Rede ist hier von mehr als vier Milliarden Dollar.

Die Genehmigung für die Nachrüstung der betroffenen Diesel-Pkw mit Drei-Liter-Motor steht noch aus. Dem Rückkauf von etwa 20.000 großen Diesel-Fahrzeugen in den USA hatten die Wolfsburger bereits zugestimmt.

Der Konzern hatte im vergangenen Jahr für die Wiedergutmachung der Abgasmanipulation bei rund 475.000 Fahrzeugen mit 2,0-Liter-Diesel-Motoren Zahlungen von bis zu 14,7 Milliarden Dollar zugestimmt. Vergangenen Monat hatte Volkswagen die Rückstellungen um 2,5 Milliarden Euro aufgestockt, weil die Nachrüstung und der Rückkauf der betroffenen Fahrzeuge nicht reibungslos läuft. Mit der neuerlichen Vorsorge klettern die Kosten für den Dieselskandal auf mehr als 25 Milliarden Euro.

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