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Vor Curevac-Hauptversammlung Gründer Hoerr zieht Kandidatur für Aufsichtsrat zurück

Curevac-Gründer Ingmar Hoerr wird nicht mehr für den Aufsichtsrat kandidieren. Quelle: dpa

Auf der anstehenden Hauptversammlung des Impfstoffherstellers Curevac wollte Gründer Ingmar Hoerr in den Aufsichtsrat einziehen. Jetzt zieht Hoerr die Kandidatur zurück – aus gesundheitlichen Gründen.

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Der Gründer des Tübinger Biopharma-Unternehmens Curevac, Ingmar Hoerr, wird nicht mehr für den Aufsichtsrat kandidieren. Hoerr könne wegen weiterhin anhaltender gesundheitlicher Probleme die Tätigkeit im Unternehmen nicht wiederaufnehmen, teilte ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch in Tübingen mit.

Hoerr hatte Curevac im Jahr 2000 als Start-up gegründet und war vormals Vorstandsvorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrats. Im März 2020 hatte sich Hoerr von seinen Posten im Unternehmen zurückgezogen. Zuvor hatte der Curevac-Gründer eine Hirnblutung erlitten und hatte mehrere Wochen im Koma gelegen. Im Interview mit der WirtschaftsWoche berichtete Hoerr Ende 2020, dass er zeitweise gedacht habe, er wäre vom KGB entführt worden, weil es in der Klinik einige russische Pfleger gab. „Erst langsam habe ich die Kontrolle über meine Identität zurückgewonnen und verstanden, dass ich Ingmar Hoerr bin“, sagte Hoerr. Auf der Hauptversammlung an diesem Donnerstag sollte über die Kandidatur Hoerrs entschieden werden.

Zudem wird sich das Aufsichtsratsmitglied Timothy M. Wright aus dem Gremium zurückziehen, um sich stärker eigenen beruflichen Aufgaben widmen zu können, wie es von dem Sprecher hieß.

Das Pharmaunternehmen Curevac hat sich auf die sogenannte mRNA-Technologie spezialisiert und entwickelt auch Corona-Impfstoffe. Die Mitteilung zu einer vorläufig relativ geringen Wirksamkeit von Curevacs Corona-Impfstoff erster Generation hatte zuletzt für Enttäuschung bei Investoren und in der Politik gesorgt. Eine Zulassung des Impfstoffs steht noch aus.

Mehr zum Thema: Schwache Testergebnisse des Corona-Impfstoffs ließen den Curevac-Kurs kollabieren. Schlimmstenfalls kommt das Vakzin gar nicht mehr auf den Markt. War’s das für die Aktie, oder gibt es noch Perspektiven?

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