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VW-Sorgenkind Seat bekommt einen neuen Chef

Die spanische VW-Tochter Seat bekommt einen neuen Chef. Jürgen Stackmann übernimmt das Ruder des Konzern-Sorgenkinds. Wie im vergangenen Jahr wird Seat wohl auch dieses Jahr rote Zahlen schreiben.

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Seat Leon SC FR: Jürgen Stackmann ist neuer Chef von Seat. Quelle: AP/dpa

Madrid Die kriselnde spanische VW-Tochter Seat bekommt einen neuen Chef: Der 51-jährige Deutsche Jürgen Stackmann sei mit Wirkung zum 1. Mai 2013 zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen worden, teilte der Automobilhersteller aus Martorell bei Barcelona am Montag auf seiner Homepage mit. Stackmann tritt die Nachfolge von James Muir (54) an, der den Angaben zufolge eine leitende Funktion im Volkswagen-Konzern übernimmt und direkt an den Vorstand berichten wird.

Der Bankkaufmann und Diplom-Betriebswirt Stackmann begann seine Karriere 1989 bei Ford. 2010 wechselte er zu VW, wo er zunächst bei Skoda Auto das Ressort Vertrieb und Marketing leitete. Seit vergangenem September war er für das Marketing des Volkswagen- Konzerns und der Marke Volkswagen Pkw verantwortlich.

Die Amtszeit des im September 2009 zum Vorstandsvorsitzenden von Seat berufenen Muir war von Verlusten geprägt. Im vergangenen Jahr hatte das VW-Sorgenkind zwar seine Ergebnisse verbessern können, weiterhin aber rote Zahlen geschrieben. Die Nettoverluste 2012 waren im Vergleich zum Vorjahr um gut die Hälfte auf 30 Millionen Euro gesunken. Ein VW-Sprecher wollte sich zu Muirs neuer Funktion im Volkswagen-Konzern nicht äußern und verwies darauf, dass Details später mitgeteilt werden sollten. Er ließ auch offen, ob es sich um eine neu geschaffene Führungsposition handele oder ob Muir seinerseits wieder jemanden ablöse.

Seat ist inzwischen in 77 Ländern präsent. Insgesamt lieferte man im vorigen Jahr 321 000 Fahrzeuge aus, 8,3 Prozent weniger als 2011. Der Umsatz stieg unterdessen um 22 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Muir hatte jüngst eingeräumt, dass das Unternehmen voraussichtlich auch 2013 keine Gewinne erwirtschaften werde.

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