Warnstreik Ford-Mitarbeiter in Köln streiken

Mit den Ford-Werken in Köln hat die IG Metall im laufenden Tarifkonflikt eines der Aushängeschilder der Wirtschaft in NRW ins Visier genommen. Die Warnstreiks sollen bis einschließlich Freitag fortgesetzt werden.

Gewerkschafter der IG-Metall versammeln sich vor dem Ford Werk. Quelle: dpa

KölnDie Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie haben mit den Kölner Ford-Werken erstmals einen Großbetrieb in Nordrhein-Westfalen erreicht. Die IG Metall rief in der Nacht zum Donnerstag zu Arbeitsniederlegungen auf. Bei einer zweiten Warnstreikwelle sollen über 20 000 Beschäftigte an Aktionen teilnehmen, erklärte ein IG-Metall-Sprecher. Geplant sei, die Produktion in landesweit 22 Betrieben lahmzulegen. Die Gewerkschaft hatte zuvor angekündigt, die bundesweit organisierten Warnstreiks bis zum Freitag fortführen zu wollen.

Die NRW-Arbeitgeber hatten am Mittwoch eine Klage beim Arbeitsgericht Frankfurt gegen die aus ihrer Sicht rechtswidrigen Streikaktionen eingereicht. Gleichzeitig forderten sie die Gewerkschaft auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Eine für den Mittwochabend in NRW geplante Verhandlungsrunde war zuvor abgesagt worden.

Die IG Metall will in dieser Woche in NRW insgesamt mehr als 65.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie zu 24-stündigen Warnstreiks aufrufen. Es werde Arbeitsniederlegungen in fast 70 Betrieben in allen Regionen des Landes geben, hieß es.

Die Gewerkschaft verlangt für die bundesweit rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Branche – darunter etwa 700.000 in NRW – sechs Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und Möglichkeiten zur Reduzierung der Arbeitszeit auf 28 Wochenstunden. Bestimmte Gruppen wie Schichtarbeiter, pflegende Angehörige oder Eltern junger Kinder sollen dabei einen Teil-Ausgleich für entgangenen Lohn erhalten, was die Arbeitgeber bislang strikt ablehnen. Die Arbeitgeber haben bisher eine Einmalzahlung von 200 Euro und zwei Prozent mehr Einkommen für 15 Monate geboten.

Am vergangenen Wochenende waren Verhandlungen in der fünften Runde mit den Arbeitgebern in Stuttgart abgebrochen worden. Beide Seiten machten sich gegenseitig dafür verantwortlich.

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