Wegen Zugprojekts China Railway erwägt Klage gegen Mexiko

Das chinesische Unternehmen China Railway Construction könnte einem Medienbericht zufolge Klage wegen der Neuausschreibung einer milliardenschweren Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke in Mexiko einreichen.

Erst vergangene Woche hatte Mexiko den Großauftrag an chinesische Firma für Schnellzug zurückgezogen. Quelle: REUTERS

An dem Projekt ist auch Siemens interessiert. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete am Sonntag, der Konzern sei schockiert über die Entscheidung der mexikanischen Regierung, das er schon den Zuschlag erhalten hatte. Zwar respektiere man den Ausschreibungsvorgang. Allerdings behalte sich das Unternehmen rechtliche Schritte vor, um seine Interessen zu schützen. Vertreter von China Railway waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Zuvor hatte Xinhua einen Sprecher von Chinas Nationaler Entwicklungskommission mit den Worten zitiert, die Entscheidung Mexikos sei aus innenpolitischen Erwägungen erfolgt.

Die mexikanische Regierung hatte vor etwa einer Woche das Projekt zum Bau einer etwa 210 Kilometer lange Verbindung von Mexiko-Stadt nach Queretaro an ein Konsortium um den chinesischen Konzern vergeben. Das Geschäft sollte ein Volumen von etwa 3,75 Milliarden Dollar haben. Nach einem Aufschrei der Opposition zog die Regierung dann den Zuschlag zurück.

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Ein Siemens-Vertreter hatte erklärt, zusammen mit anderen Interessenten wie Bombardier und Alstom hätten sie um mehr Zeit für die Vorbereitung eines Gebots gebeten. Dies habe das mexikanische Verkehrsministerium jedoch abgelehnt. Das neue Vergabeverfahren soll noch im November beginnen und sechs Monate laufen. Auch China Railway darf sich erneut bewerben.

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