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White Tale Clariant zeigt Großaktionär die kalte Schulter

Der aktivistische Investor White Tale hatte beim Spezialchemiekonzern Clariant drei Sitze im Verwaltungsrat gefordert. Diese lehnte Clariant aber ab – ebenso wie eine weitere Forderung des Großaktionärs.

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Der Spezialchemiekonzern lehnte eine strategischen Überprüfung ab. Quelle: Reuters

Zürich Der Spezialchemiekonzern Clariant geht auf Konfrontationskurs zu seinem größten Aktionär White Tale. Das Basler Unternehmen lehnt die Forderung des Hedgefonds nach drei Sitzen im Verwaltungsrat ab, wie Clariant am Freitag mitteilte. Stattdessen biete „der Verwaltungsrat White Tale die Option an, ein Registrierungsverfahren einzuleiten, um ein weiteres Mitglied für den Verwaltungsrat von Clariant bei der bevorstehenden Hauptversammlung im März 2018 vorzuschlagen“, hieß es.

Die zweite Forderung des aktivistischen Investors, eine weitere Investmentbank mit einer strategischen Überprüfung zu mandatieren, wies Clariant rundweg ab. „Der Prozess, auf dem sie bestehen, bedeutet nichts Anderes, als Bieter für unsere einzelnen Geschäfte zu finden mit der Konsequenz, die Firma aufzuspalten und die Teile zu verkaufen“, sagte Clariant-Chef Hariolf Kottmann in einer Telefonkonferenz.

Stattdessen wolle Clariant leichte Anpassungen seiner Strategie prüfen. Dazu gehörten mögliche Übernahmen, Veränderungen des Geschäftsportfolios und Kostensenkungen. Clariant habe dabei Rückendeckung vom zweitgrößten Aktionär, den Familienaktionären der früheren Süd-Chemie mit einem Anteil von rund 15 Prozent.

White Tale hielt zuletzt gut 20 Prozent an Clariant und hatte die geplante 20-Milliarden-Dollar-Fusion mit dem US-Rivalen Huntsman vereitelt. Der aktivistische Anleger wollte sich zu den Plänen der Clariant-Spitze vorerst nicht äußern. Die Rückweisung seiner Forderungen dürfte nun zu einem Kräftemessen zwischen den beiden Parteien auf einer Aktionärsversammlung führen. „Wie unsere Aktionäre stimmen werden, weiß ich nicht, das werden wir sehen“, sagte Kottmann.

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